Abdel – der Muslim

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Abdel hielt sich für einen ungewöhnlich ergebenen Muslim, weil er behaupten konnte, den ganzen Koran auswendig zu kennen. Als er zufällig in eine christliche Jugendpension in Israel kam, entdeckte er dort einige wenige Muslime. Er wollte verhindern, dass sie die christliche Botschaft hören; darum kam er jeden Tag und störte die Gespräche durch vom Thema ablenkende Fragen. Auch hatte er die hässliche Angewohnheit, dem Lehrer Zigarettenqualm ins Gesicht zu blasen, was diesen sehr irritierte.

Das war aber nicht alles. Wenn der Gruppenleiter versuchte, die Fragen zu beantworten, pflegte Abdel gelangweilt umher zu schauen, als interessiere ihn das Gesagte in keiner Weise. Es war klar; er wollte nur stören. Nach ungefähr drei Wochen musste der Lehrer wieder nach England zurückfahren und vergass bald den von Abdel verursachten Ärger.

Doch irgend etwas passierte mit Abdel. Er verlor seine Wohnung, und eines Nachts musste er am Strand schlafen. Dort hatte er einen Traum. Er hörte sich selbst alle von ihm geäusserten Fragen stellen; aber dann hörte er auch die darauf erhaltenen Antworten, genauso, wie sie ihm gesagt worden waren. Jetzt begriff er, wie alles gemeint war. Dort am Strand, nachts um halb drei, nahm er Jesus als seinen Retter an. Der Lehrer war längst weg; aber der Heilige Geist hatte dessen Arbeit fortgesetzt. Es war ein grosser Durchbruch, und Abdel wurde ein mächtiges Zeugnis für Jesus. Das ist ein lebendiger Beweis, dass Gottes Wort nicht leer zu Ihm zurückkehrt, sondern ausrichtet, wozu Er es gesandt hat. Die Geschichte zeigt aber auch, dass die Botschaft grösser ist als der Botschafter. Der war nicht mehr da; aber die Botschaft war in Abdels Gedächtnis und erreichte zu gegebener Zeit sein Herz.

Fortsetzung: Ahmed – der Jordanier


Autor: William Mac Donald
Quelle: Ein Gott der Wunder tut

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