Wie Bibelkritiker gewonnen wurden

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Auf die eine oder andere Art ist jeder durch das in der Bibel offenbarte Wort gerettet worden. Wir sind "nicht wiedergeboren … aus verweslichem Samen, sondern aus unverweslichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes" (1. Petrus 1,23). Gäbe es die Bibel nicht, wüssten wir überhaupt nichts über den Weg zum Heil. Sei das Wort nun geschrieben oder gesprochen, sei es eine ganze Bibel oder nur ein Traktat mit der Botschaft, das Wort der Wahrheit spielt bei der Errettung immer die entscheidende Rolle (Jakobus 1,18).

Als Harry Dixon am Massachusetts Institut of Technology tätig war, hatte er einen Spötter zum Zimmergenossen. Dieser Skeptiker quälte Harry fortwährend mit vermeintlichen wissenschaftlichen Irrtümern und Widersprüchen in der Bibel. Harry versuchte ihn zu widerlegen, doch als die Diskussion wieder einmal hoch herging, sagte er schliesslich: "Hör mal, du findest andauernd Fehler in der Bibel - hast du sie denn überhaupt schon gelesen?"

Der Zimmerkollege musste verneinen.

"Nun komm mir aber nicht mehr mit Argumenten gegen die Bibel, bevor du nicht den intellektuellen Anstand bewiesen hast, wenigstens den Römerbrief von Paulus gelesen zu haben."

Der Skeptiker nahm die Herausforderung an. Er las den Brief einmal und erhielt auf einige seiner Fragen eine Antwort; aber weit mehr neue Fragen tauchten auf. So las er den Brief nochmals, mit dem gleichen Resultat. Und noch einmal. Als er schliesslich zu Harry zurückkam, war er von neuem geboren. Seine Zweifel hatten sich erledigt und Fehler und Widersprüche konnte er ebenfalls keine mehr finden.

Es gibt noch andere Beispiele für Menschen, die sich zum Ziel gesetzt hatten, den christlichen Glauben zu widerlegen, und die hinterher zu treuen Nachfolgern ihres Retters wurden. Lord Lyttleton und Gilbert West hatten sich zusammengetan, um zu beweisen, dass alles Übernatürliche in der Bibel Unsinn sei. Mit dem gewitzten Verstand eines Rechtsanwalts machte sich West an eine Beweisführung, die Auferstehung Christi sei nichts als eine Legende. Und Lyttleton setzte sich hin und schrieb ein entsprechendes Buch, das die Bekehrung des Paulus als Mythos abtun sollte.

Dazu mussten sie natürlich die Bibel gründlich lesen, was beide nach eigenem Eingeständnis noch nie getan hatten.

Je länger sie studierten, um so mehr geriet ihre Position ins Wanken; und was schliesslich herauskam, waren zwei Klassiker zur Verteidigung des christlichen Glaubens. Gilbert Wests Buch heisst "Die Auferstehung Jesu Christi", und Lord Lyttletons Werk ist mit "Die Bekehrung des Apostels Paulus" betitelt.

Etwas Ähnliches geschah bei Frank Morison. Er sprach zwar stets mit Hochachtung von Jesus Christus, war aber dennoch ungläubig. Zahllose Zweifel an den Berichten der Evangelien plagten ihn. So beschloss er, über die sieben letzten Tage im Leben Jesu zu schreiben. Dabei merkte er aber bald, dass die Tage nach Seiner Kreuzigung ebenso wichtig waren wie die Tage vorher.

Sein Buch "Wer bewegte den Stein?" ist eine Abhandlung über die Glaubwürdigkeit der Auferstehung. Das erste Kapitel, das sich auf seine ursprüngliche Absicht bezieht, trägt die Überschrift: "Das Buch, das ich nicht schreiben wollte."

Nicht so bekannt ist die Geschichte von Lew Wallace. Als der wortgewaltige Skeptiker Robert Ingersoll ihn herausforderte, ein Buch zu verfassen, das den Irrtum des christlichen Glaubens ein für allemal beweisen würde, begann der Gouverneur von Arizona Quellenmaterial aus der ganzen Welt zusammenzutragen. Dieses Buch sollte sein Meisterstück und der krönende Abschluss seiner Arbeit werden.

Nachdem er vier Kapitel geschrieben hatte, wurde ihm klar, dass Jesus Christus tatsächlich eine wirkliche Person war. Wallace fühlte sich äusserst unwohl. Langsam begriff er, dass Jesus Christus der war, für den Er sich ausgab. Er schrieb:

"Ich fiel auf die Knie und betete zum ersten Mal in meinem Leben, und ich bat Gott, Er möge sich mir offenbaren, mir meine Sünden vergeben und mir helfen, ein Jünger Christi zu werden. Gegen Morgen wurde es in meiner Seele hell. Ich ging ins Schlafzimmer, weckte meine Frau und sagte ihr, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser angenommen habe."

"O Lew", sagte sie, "seitdem du mir gesagt hast, dass du dieses Buch schreiben willst, habe ich für dich gebetet, du mögest Ihn beim Schreiben finden." 1

Wallace schrieb weiter, und sein Meisterwerk war der Roman "Ben Hur, eine Christuserzählung".

Fortsetzung: Die Wetterfahne, die auf Christus zeigte

1 Archie Naismith, 1200 More Notes, Quotes, and Anecdotes (London: Pickering & Inglis Ltd., 1975), Seite 27.


Autor: William Mac Donald
Quelle: Ein Gott der Wunder tut

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