«J'ai cherché»

Israeli startet für Frankreich an Eurovision-Songcontest

Weil sich Juden in Frankreich nicht mehr sicher fühlen, wandern viele von ihnen nach Israel aus. Nun vertritt Amir Haddad die «Grande Nation» am Eurovision Song Contest. Er verbrachte seine ersten acht Lebensjahre in der Nähe von Paris, ehe seine Eltern mit ihm in den Nahen Osten zogen. Sein Titel in Stockholm: «J'ai cherché».

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Amir Haddad
Am Eurovision Song Contest in Stockholm vertritt ein Israeli die Französische Republik: Amir Haddad. Aufgewachsen ist der Sänger aus dem Nahen Osten in Sarcelles, nördlich von Paris. Seine Eltern waren Juden aus Nordafrika. Als Amir acht Jahre alt war, zog die Familie nach Israel.

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Amir Haddad mit seiner CD
Seine musikalische Karriere begann in der Casting-Show «Kochav Nolad», basierend auf dem britischen Format «Pop Idol», doch der Erfolg stellte sich erst ein, als er bei der französischen Ausgabe von «The Voice» antrat und dort im Jahr 2014 den dritten Rang erreichte.

Mit «J’ai cherché» gefunden

Mit seinem Song «J'ai cherché» («Ich suchte») startet Amir am 14. Mai direkt im Finale des Wettbewerbs; weil Frankreich zu den wichtigsten Sponsoren des Events zählt, der sogenannten «Big 5», entfällt die Qualifikation via Halbfinal. Bislang siegte der westliche Nachbar der Schweiz fünfmal bei 58 Teilnahmen an diesem Contest.

Vor seiner Gesangskarriere schloss Amir im Jahr 2012 sein Zahnarzt-Studium an der Hebräischen Universität in Jerusalem ab.

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Datum: 04.04.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Tachles

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