Erst noch im FA-Cup-Final

Aus dem Kasten auf die Kanzel

Heroischer Heurelho: Torhüter Heurelho Gomes kämpfte sich mit seinem FC Watford bis ins Finale des FA-Cup vor. Erst im Duell mit Manchester City musste sich das Team geschlagen geben. Nun wechselt der 37-jährige Torhüter in den christlichen Dienst.

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Heurelho Gomes
Heurelho Gomes gehört nicht nur wegen seiner Grösse von 1,91 Metern zu den grossen Torhütern: Elf Mal stand er für Brasiliens Nationalmannschaft im Tor, 128 Mal für PSV Eindhoven, ehe er für rund ein halbes Jahrzehnt als Keeper von Tottenham Hotspur in der Premier League spielte.

Die letzten Jahre (seit 2014) stand er nun beim FC Watford, einer soliden Premier-League-Organisation mit 181 Millionen Euro Kaderwert, im Tor. Verglichen mit den direkten Ligakonkurrenten ist Watford vom Budget her ein Zwerg. Manchester Citys Kader kommt beispielsweise auf einen Wert von 1,14 Milliarden Euro, Liverpool auf 950 Millionen.

Zuletzt nun stand er im Finale des FA-Cup gegen Manchester City.

Jetzt geht's auf die Kanzel

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Heurelho Gomes
Im Alter von 38 Jahren kehrt der Südamerikaner nun dem Profi-Fussball den Rücken, um künftig im christlichen Dienst zu arbeiten. Er sagt, Gott habe ihn zum Dienst in seiner Heimat berufen.

Schon vor dem Spiel sagte er gegenüber der britischen Zeitung: «Ich bekam den Ruf von Gott und dieser wird in meinem Herzen immer stärker. Gott wird mir zeigen, wohin ich gehen und was ich tun soll, wahrscheinlich in Brasilien. Ich möchte Menschen helfen.»

«Der Zeitpunkt ist gekommen»

Der Glaube sei ihm schon immer wichtig gewesen, «in meinem Herzen. In meinem Leben». Aber es habe ihn nie so stark beschäftigt, wie dies nun der Fall sei. «Wenn Gott einem etwas ins Herzen legt, so wie er es bei mir nun getan hat, dann deshalb, weil die Zeit dazu gekommen ist. Es ist der richtige Zeitpunkt für mich, dies zu tun.»

Gott als «Konkurrenz»

Trainer Javi Gracia möchte Gomes zwar weiterverpflichten, dessen Rücktritt steht jedoch «zu 99 Prozent» fest. Das Fussball-Magazin «Kicker» schreibt deshalb: «Trainer Gracia will, dass Gomes weitermacht». Sein Konkurrent, der ihm bei der Erfüllung des Wunschs im Weg steht, sei aber Gott.

Und das Magazin «11 Freunde» hält fest, dass nach dem Finale «eine viel grössere Aufgabe» warte. Das Magazin bezeichnet Gomes als «warmherzigen Riesen in einem eiskalten Millionenbusiness». Dies weil Gomes immer wieder als Mittler zwischen den Kulturen und «Seelentröster» in Erscheinung trat.

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Datum: 22.05.2019
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Premier

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