Verhinderte Gebetserhörungen

Wir haben bereits einige Bedingungen für erhörliches Gebet genannt. Sind sie nicht erfüllt, so werden unsere Gebete nicht erhört. So kann z. B. nicht bekannte Sünde die Segenskanäle verstopfen (Jes 59,1.2), ebenso wie mangelnde Vergebungsbereitschaft, selbstsüchtige Bitten, Disharmonie im Eheleben, Ungehorsam, Hartherzigkeit den Armen gegenüber, Götzendienst und Unaufrichtigkeit.

Manchmal sind es auch dämonische Mächte, die unsere Gebete und deren Erhörungen behindern. In Daniel 10,12 und 13 erfahren wir, dass die Antwort auf Daniels Gebet 21 Tage Iang durch den Fürsten des Königreichs Persien verhindert worden war.

Zweifel sind ein weiteres Hindernis. Jakobus schreibt dazu: „Er bitte aber im Glauben ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifelnde ist gleich einer Meereswoge, die vom Winde bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde" (Jak 1,6.7). Das griechische Wort für „zweifeln", das auch in Röm 4,20 vorkommt, heisst eigentlich „schwanken" und „stellt sehr bildhaft die inneren Zweifel dar" (A.T. Robertson). Vers 8 dieses Kapitels schreibt uns, dass Schwanken, Zweifeln und Instabilität Hand in Hand einhergehen. Wer sich nicht entscheidet, ob er Gott in einem bestimmten Gebetsanliegen vertrauen will, kann der Erhörung nicht versichert sein. Zweifeln ist eine Form von Unglauben.

Fortsetzung: Schliessen sich Gebet und Handeln aus?


Autor: William Mac Donald
Quelle: Nur bis zur Zimmerdecke?

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