Korrupter Drogenfahnder

«Gott veränderte mein Leben»

In seinen vier Jahren als Drogenfahnder lässt Joe McElroy die übelsten Verbrecher auffliegen. Doch dann stürzt er selbst ab, wird drogenabhängig und kriminell. Am Tiefpunkt seines Lebens angekommen, fragt er nach Gott und erlebt eine Überraschung...
Joe McElroy

Ich bin in Arkansas aufgewachsen. Die Beziehung mit meinem Vater war schwierig. Er hatte wenig Zeit für mich und erwartete viel von mir. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte ihm nie genügen.

Als Teenager entdeckte ich, dass ich Aufmerksamkeit bekam, wenn ich trank, laut wurde und mich aufspielte. Dann beachteten mich die Leute und lachten über mich. Ich dachte, ich wäre lustig und verrückt. Endlich wurde ich wahrgenommen und akzeptiert.

Jetzt war ich nur noch am Feiern. Ich trank jeden Tag mindestens zwei Sixpack Bier und war eigentlich immer bekifft. Ich schmiss die Schule und fing an, in einem Grosshandel zu arbeiten.

Der Versuch, wer zu sein

Eigentlich führt ich ein Leben nach meinem Geschmack. Ich heiratete und wir bekamen Kinder. Doch tief in mir fühlte ich mich immer noch wie ein Versager. Ich träumte davon, Polizist zu werden, mit Uniform und Waffe. Dann würde ich endlich wer sein. Ich hörte auf zu kiffen und trank weniger und tatsächlich wurde ich genommen. Doch das Gefühl, nicht zu genügen, war immer noch da. So wurde ich Drogenfahnder. Ich arbeitete undercover und sollte Dealer auffliegen lassen. Anfangs war ich sehr erfolgreich.

Die Abwärtsspirale

Einmal war ich einem grossen Fisch auf der Spur. Ich gab mich als Käufer aus und bestellte eine Menge Meth. Natürlich wollte der Dealer, dass ich die Ware selbst probiere. Allein, um zu überprüfen, ob ich kein Cop bin. Aus Angst aufzufliegen, nahm ich eine Line und war sofort süchtig. Jetzt drehte sich alles nur noch darum, wann und wie ich wieder high werde. Recht und Unrecht waren mir egal. Ich wurde korrupt.

Als ich beauftragt wurde, unser Warenlager zu räumen, konnte ich nicht widerstehen. Da war alles, was wir beschlagnahmt hatten. Drogen, Waffen, Geld. Zu dem Zeitpunkt waren mir meine Karriere, meine Familie oder mein Image völlig egal. Die Sucht hatte übernommen.

Der korrupte, drogensüchtige Cop

Es kam, wie es kommen musste, ich flog auf und wurde festgenommen. Ich hatte inzwischen richtig viel auf dem Kerbholz. Weil ich keine Vorstrafen hatte, gab mir das Gericht nur ein Jahr Haft und zehn Jahre auf Bewährung. Doch mein Leben war ruiniert.

In allen Nachrichten war ich der drogensüchtige, gefallene Cop. Im Gefängnis hassten mich die Mitgefangenen, als ehemaliger Polizist war ich ihr Feind. Immer schlugen sie mich zusammen.

Die Antwort

Ich war körperlich und seelisch am Ende und ich wusste, dass ich etwas ändern muss. Dass ich irgendetwas anderes brauche. Das einzige, was mir einfiel, war Gott. Ich flehte ihn an, mir zu vergeben. Und Gott hörte mein Gebet. Ich wurde ganz ruhig. Ein tiefer Frieden breitete sich in mir aus. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich angenommen. Ich spürte ganz sicher, dass Gott voller Liebe und Gnade ist. Dass er mich liebt, obwohl ich nicht gut bin.

Ich liess mich in den christlichen Gefängnistrakt versetzen und erfuhr dort mehr über Gottes unvorstellbare Gnade. Dort durfte ich Gottes Liebe ganz real durch andere Christen erfahren. Ich lernte, ehrlich zu sein, so, wie ich wirklich bin. Heute bin ich unendlich dankbar, dass ich Gott kennenlernen durfte. Seit 2010 bin ich wieder frei und durfte noch einmal neu beginnen. Gott hat mir geholfen, meine Sucht zu überwinden und die Scherben meines Lebens auszuhalten. Gott liebt uns bedingungslos. Man muss nichts leisten, um seine Annahme zu verdienen. Er ist der Vater, der uns mit offenen Armen entgegenläuft.

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Datum: 17.05.2016
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: jesus.ch / cbn.com

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