«Ich will Vorbild sein!»

Jetzt kickt Johan Vonlanthen in Ex-Drogenhauptstadt

Johan Vonlanthen (25) spielt neu in Kolumbien bei Itagüi Medellín. Der Schweizer Fussball-Nationalspieler will für die Jugend ein Vorbild sein. Sein neuer Arbeitsort galt einst als Drogenhauptstadt der Welt. Der Kolumbianer betet vor den Spielen mit dem Trainer, welcher auf seinem iPad Bibelverse hat.

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Ex-YB und Zürich Spieler Johan Vonlanthen.
In Medellín wohnen Verwandte des gebürtigen Kolumbianers Johan Volanthen, alle seine Freunde seien hier zu Hause, erklärte der Fussballer in einem Interview mit der Schweizer Zeitung «Blick» über seine Rückkehr in die Heimat, wo er bis zu seinem zwölften Altersjahr aufwuchs.

Als Junge habe er davon geträumt, in Kolumbien Profi zu werden. Fussball sei hier Kultur und werde mit mehr Leidenschaft gespielt als in Europa, dafür mit weniger Geld. «Für mich geht es im Fussball nicht ums Geld.»

Ex-Drogenhauptstadt

Klubpräsident José Fernando Salazar kaufte den Club vor drei Jahren. Er wolle in Medellín, das jahrelang als Drogenhauptstadt der Welt gegolten habe, einen sauberen Fussballklub etablieren, schreibt «Blick» und zitiert Salazar: «Johan ist unser Aushängeschild!»

Es gebe ein Programm für 5‘000 sozial benachteiligte Kinder, die jedes Wochenende gratis ins Stadion dürfen. Vonlanthen sagt, er wolle ein Führungsspieler und Vorbild sein.

Beten mit dem Trainer

Schon nach kurzer Zeit hat Vonlanthen engagierte Christen gefunden. Der Trainer bei Itagüi hat auf seinem iPhone Bibelverse. Vonlanthen: «Wir lesen sie und beten vor jedem Training.»

Auch könne er sich vorstellen, wieder für die Nationalmannschaft zu spielen, er wolle in Itagüi sein Bestes geben. Wo er in zehn Jahren stehe, wisse er nicht. «Ich könnte versuchen, Pläne zu machen. Aber das Einzige, was zählt, ist Gottes Plan.»


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Datum: 01.09.2011
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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