Eine Metal-Band ohne Namen - aber mit Message

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Aus gutem Grund will diese Band öffentlich nicht genannt werden (Fotos: PDPhoto.org).
Von ihrem Wesen her erinnert diese Band an den Titel des James-Bond-Films "Im Geheimdienst ihrer Majestät": Denn die Musiker wollen nicht, dass der richtige Bandname hier genannt wird - aus gutem Grund.

Manchmal treten sie an Festivals auf, die von Satanisten besucht werden. "Wir sind eine christliche Band und wollen diese Menschen erreichen. Wenn sie vorher wissen, dass wir Christen sind, würden sie uns kaum einladen oder hören wollen. Darum wollen wir nicht, dass unser Name bekannt wird", sagt der Bandleader, der hier ebenfalls namenlos bleiben will.

Die fünf Jungs stammen aus dem Tessin. "Die Jugendlichen gehen dort nicht so rasch in eine Freikirche." Inzwischen sei aber eine Art "Jesus-Freaks"-Bewegung entstanden. "Ich war einer der wenigen, der aus einer klassischen Gemeinde kam. Mittlerweile fanden auch andere Jesus."

"Christen waren für mich Spiesser"

Sie seien selber keine Gemeinde. "Es sind Freundschaften, ähnlich wie bei den Urchristen. Das hält zusammen, und die Beziehungen werden mehr. Wir haben auch gute Kontakte zu den "Jesus Freaks"." Er selbst, der Bandleader, komme aus einer christlichen Familie. "Eine Beziehung zu Jesus hatte ich nicht. Er gehörte einfach zur Kultur."

Er sei oft auf der Strasse gewesen. "Meine Freunde waren Alkoholiker und Kiffer. Mit 15 hörte ich dann von den Jesus-Freaks Deutschland und der Band "Christcore". Ich wusste nicht, dass es normale Jugendliche gibt, die Christen sind. Für mich waren Christen immer Spiesser. Ich hatte ein rein negatives Bild von ihnen." Das änderte sich nun. "Ich bekehrte mich und lernte die Freaks- und christliche Metal-Szene kennen."

Er wollte nicht abstürzen

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Die Gruppe aus dem Tessin gibt Vollgas für Gott (Symbolbild).
Als Jugendlicher habe er Metal gehört. "Ich brauchte ein Hobby, damit ich nicht Unfug mache, und so lernte ich Schlagzeug spielen." Mit einem Freund sei er dann ans Freakstock, einem christlichen Festival in Deutschland. "Wir wuchsen zusammen. Er wurde Christ, und wir entschlossen uns, gemeinsam Musik zu machen."

Er habe auch nicht dauernd mit Leuten zusammensein wollen, die das ganze Wochenende über nur Alkohol tranken. "Wir wollten eine Band, in der wir Jesus erleben können. Ein guter Freund kam als Gitarrist dazu und wir begannen zu dritt. In wenigen Monaten schlossen sich zwei weitere an, denen unsere Musik gefiel." Jetzt spielt die Gruppe seit drei Jahren zusammen.

An der Pforte des Todes

In der Band seien die anderen Christen geworden. "Sie wurden durch uns mit der christlichen Botschaft konfrontiert und machten eigene Erfahrungen." Jetzt seien alle im Glauben unterwegs.

Die Songtexte seien biblisch. "Ein Lied heisst "An der Pforte des Todes". Es handelt von einer Person, die auf einem Friedhof ist. Sie sucht den Lebenssinn. Weil sie auf dem Friedhof ist, stellt sie sich spirituelle Fragen. Dann empfindet sie Schuld im Leben und sucht Erlösung."

Kampf der Krähen

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Gott ist grösser als die Sinnlosigkeit; davon singt diese Gruppe.
Auch eine Taube und ein Krähenchor seien im Songtext enthalten. "Die Krähen stehen für Rationalität und menschliches Denken, die Taube für geistliche Werte. Zuerst sieht die Person die Krähen. Viel Rationales geht ihr durch den Kopf. Aber sie findet keine Lösung. Das macht sie traurig und hoffnungslos."

Die Taube mache dann Mut. Das Lied ende dort, wo der Mann auf die Knie gehe und den Weg des Lebens findet. "Jeder Mensch kann entscheiden, welchen Weg er einschlägt: ob er dem Tod folgen oder die Erlösung annehmen will. Wir sagen, dass es Hoffnung gibt. Wir sagen den Leuten, dass es sich lohnt, sich den Problemen zu stellen und den Weg des Glaubens zu gehen."BandDie Gruppe aus dem Tessin gibt Vollgas für Gott (Symbolbild).Vollgas für GottGott ist grösser als die Sinnlosigkeit; davon singt diese Gruppe.Gott ist grösser


Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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