Wo war Gott am 9/11?

«Flugzeug verfehlte mich knapp»

Wer wünschte sich nicht einen Gott, der Ungerechtigkeit schon gar nicht zulässt. Wo war Gott am 11. September 2001? Ein Überlebender berichtet, wie er Gott erlebte.Die Bibel ist voll von Beispielen, wie Gott auf überraschende Weise eingreift. Sie zeigt aber auch, wie Menschen geduldig hofften und Gottes Wirken nicht erlebten, wenn sie es sich gerade gewünscht hätten. Trotzdem, Gott hat das Geschehen dieser Welt im Griff, aber nicht so, wie wir es uns wünschen. Das folgende Erlebnis zeigt, dass er auch am 11. September, 2001 präsent war.

«Herr, schütze mich»

Dienstag, 11. September 2001, eigentlich ein Tag wie jeder andere für Stanley Praimnath, Diakon einer Assemblies of God Gemeinde und Mitarbeiter der Fuji Bank in New York. Stanleys Büro lag im 81. Stock des WTC-Turms Two. «Aus irgendeinem Grund betete ich am Morgen: Herr, schütze mich und alle meine Lieben mit Deinem Blut. Warum weiss ich nicht, aber ich wiederholte diesen Satz immer und immer wieder.»

Ein tödlicher Rat

«Im Büro angekommen, sehe ich vom Telefon aus, wie vom Nachbarturm WTC One Feuer vom Dach fiel. Als ich dort anrufen wollte, war keine Verbindung mehr möglich. Und so verliess ich das Gebäude zusammen mit vielen anderen. Ein Sicherheitsmitarbeiter stoppte uns unten und fragte, wohin wir wollten. Er schickte uns wieder zurück in die Büros mit den Worten: ’Oh, das war nur ein Unfall. Two World Trade ist sicher.’ Das war ein tödlicher Rat, denn nur Delise, eine temporäre Mitarbeiterin, die ich nach Hause schickte, und ich überlebten.
 
Wieder oben angekommen, fragte mich ein Anrufer aus Chicago, ob bei uns alles OK sei. Ich sagte ja, schaute hoch - und sah, wie ein Flugzeug (UA 175) direkt auf mich zukam, wie in Zeitlupe. Ich betete noch: Herr, jetzt musst Du helfen hechtete unter meinen Schreibtisch und rollte mich zusammen; dann schlug das Flugzeug ins Gebäude ein.»

Mit Gott durch die Wand

«Ich war bis zu den Schultern unter Schutt, aber ich glaube dass Gott mir wirklich soviel Stärke gab, dass ich alles abschütteln konnte. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich wie der stärkste Mann der Welt. Irgendwie kletterte ich raus und betete: ‘Herr hilf mir, ich will nach Hause’. Plötzlich sah ich eine Taschenlampe. Ich dachte zuerst: Mein Schutzengel, mein Herr schickt jemand um mir zu helfen. Doch der Schutzengel war ein Mitarbeiter, der auf der anderen Seite einer Mauer stand, die uns vom Treppenhaus trennte.
 
Ich konnte kaum atmen, schrie aber zu dem Mann: ‘Hören sie, ich will nur eines wissen: Kennen sie Jesus’? ’Ich gehe jeden Sonntag zur Kirche’, antwortete er. Dann beteten wir zusammen und versuchten gemeinsam die Wand zu durchbrechen. Ich stand auf von den Knien und spürte, wie eine besondere Kraft über mich kam, überall Gänsehaut, mein ganzer Körper zitterte und ich sagte zur Wand: ‘Meinem Herrn und mir wirst du nicht widerstehen können.’ Irgendwie kam ich durch ein Loch in der Wand durch. Brian, der Mann auf der anderen Seite, umarmte mich, gab mir einen Kuss und sagte: ’Von heute an bist Du mein Bruder, für’s ganze Leben!’»

«Rennt um euer Leben»

«Dann humpelten wir die Treppe runter. Unten angekommen schrien die Feuerwehrleute: ’Rennt um euer Leben!’, doch wohin? Überall war Feuer. Brian und ich nässten uns unter dem Sprinkler-System ein und rannten durch den Flammenwall. Als wir bei der Trinity Church ankamen, etwa zwei Blocks weiter, wollte ich dort Gott danken, nahm die Klinke der Kirchentür in die Hand - und genau dann brach das WTC-2 Gebäude zusammen, aus dem wir gerade entkommen waren.»

«Vom Kurs abgebracht»

«’Wenn wir uns nie mehr sehen, dann sehen wir uns im Himmel wieder’», sagte ich zu Brian. Stunden später, voller Kratzer und blutverschmiert, hielt ich meine Frau Jennifer und meine zwei Mädchen Stephanie und Caitlin in den Armen. Wir weinten und dankten Gott für seine Bewahrung.
 
Ganz egal, was rein rational denkende Menschen sagen werden: Ich weiss aber, dass Gottes Hand dieses Flugzeug im letzten Moment vom Kurs abgebracht hat. Es flog ja direkt auf mich zu. Als es dann einschlug, war es nur 6 bis 7 Meter entfernt von mir - und ich überlebte. Ich weiss, dass Jesus, mein Herr, grösser ist als alles, und jawohl, dass sein Finger ein Flugzeug bewegen kann!»

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Datum: 10.09.2011
Autor: Bruno Graber
Quelle: Stanley Praimnath / Assemblies of God

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