Ein bisschen glauben?

Zu hoher Preis

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An Gott glauben geschieht für viele so beiläufig und auch nur sporadisch. Die einen verschwenden regelmässiger einen Gedanken daran, die anderen weniger. Wie wenn sie das Auto einmal pro Jahr in den Service bringen oder den Kühlschrank wieder mal ausräumen, um ihn sauber zu kriegen.

Vielleicht ist es so, weil es heute einfach nicht mehr «in» ist, in Beziehungen zu investieren. Man nimmt sich keine Zeit, seine Beziehung zu Gott zu vertiefen. Genauso wenig, wie man sich Zeit nimmt, seine Beziehung zum Ehepartner am Leben zu erhalten. So im Stile von:

«Du glaubst nicht mehr an Gott?»

«Nein, nicht so richtig. Wir haben uns halt einfach auseinander gelebt.»

Verkaufe alles ...!

Aber so hat sich das Jesus mit dem Glauben nicht vorgestellt. Einmal kommt ein Typ zu ihm, der ziemlich Knete hat. Er fragt Jesus, was er tun muss, um mal in den Himmel zu kommen, und Jesus sagt: «Halte die Gebote!» Der junge Mann darauf: «Das hab ich gemacht!» Spannend ist, dass Jesus ihm dafür nicht kumpelhaft auf die Schulter klopft und sagt: «Super! Dann ist ja alles in Butter und du bist dabei im himmlischen Team». Er geht einen Schritt weiter und sagt: «Verkauf alles was du hast, gib das Geld den Armen und folge mir nach!» BAMM. Der Typ läuft traurig weg, weil er sehr reich war.

Man könnte jetzt einfach annehmen, dass es Jesus wichtig war zu zeigen, dass wir unser Herz nicht ans Geld hängen sollen und dass dem Mann das Geld wichtiger war als seine Beziehung zu Gott. Ich nicke und denke, was das doch für ein geiziger Typ war. Und ich bin heilfroh, dass Jesus dem Mann gesagt hat, er soll alles verkaufen und nicht mir. 

Was wäre, wenn ...?

Wenn ich aber von einer anderen Seite diese Begegnung anschaue, nämlich mit dem Blick, dass wir in der Schweiz zum reichsten Prozent der Welt gehören, dann bin ich plötzlich selber in der Rolle dieses Mannes. Was wäre aber, wenn Jesus von dir mehr verlangt, als einfach nur ein bisschen nett vor dich hin zu glauben? Wenn er möchte, dass du ihm nachfolgst? Wenn diese Bibelstelle wirklich dir und mir gilt!

Würdest du auch traurig, oder vielleicht wütend davon laufen, weil es doch eine absolute Frechheit ist, das Jesus so was von dir verlangt? Erstaunlicherweise rennt dieser «liebe» Jesus dem Mann nicht nach und ruft: «Ach komm, dann gib mir wenigstens die Hälfte. Nein? 10 Prozent? Ein bisschen Kirchensteuer? Ab und zu mal ein paar Franken Spenden für ein gutes Gewissen? Auch nicht?! Dann lass uns doch einfach Freunde sein…»

Gott gehört nicht mir

Nein. Jesus lässt den Mann ziehen. Denn scheinbar hat Nachfolge einen Preis. Auch wenn man das heutzutage nicht mehr hören will. Es war damals so und es gibt keinen Grund, warum es heute anders sein soll. Wenn du an Gott glaubst und mit ihm lebst, dann kriegst du nicht einfach Gott – Gott kriegt dich! Er hat dich «gekauft». Jesus hat für dich bezahlt, als er am Kreuz gestorben ist. Das ist ne völlig andere Sichtweise. Gott gehört nicht dir – du gehörst ihm.

Deshalb ist es nicht möglich, einfach nur ein bisschen zu glauben. Genausowenig wie man einfach nur ein bisschen verheiratet sein kann und jedes Jahr einmal noch rasch einen Ehe-Service machen lässt.

Gott sehnt sich nach dir. Und er möchte, dass du dich mit allem, was du bist und hast, an ihn verschenkst. Bist du bereit, oder ist dir der Preis zu hoch?

Zum Thema:
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Autor: Andreas Boppart
Quelle: Livenet

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