Ständig auf Empfang

Worte mit Wirkung

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Auf klare Information und guten Empfang kommt es an. Wir kommunizieren heute wie keine Generation vor uns. Und was bleibt davon? Jesus blickt über den Tag hinaus.

Wie war das Leben vor Internet und Mobiltelefon? Die Erinnerung an jene Zeit verblasst – und das erstaunt nicht bei der aktuellen Datenflut. Wir haben uns angewöhnt, fast überall in Verbindung zu treten und Informationen abrufen zu können.

Was bewirkt Kommunikation?

Davon konnte man früher nicht einmal träumen. Der Wanderprediger Jesus lebt fast 2000 Jahre vor dem Mobiltelefon (es wäre ihm, denken wir heute, äusserst nützlich gewesen…). Im 1. Jahrhundert kann es nicht um Übertragungsqualität und Apps gehen. Und doch greift Jesus Grundfragen der Kommunikation auf. Ihn interessiert: Was bewirken die empfangenen Botschaften? Welche Folgen haben Worte – erst recht die Worte, die von Gott stammen?

Felsen und Gestrüpp

Jesus erzählt dazu die Geschichte vom Sämann, der seine Samenkörner aufs Feld wirft (nachzulesen in der Bibel, Lukas 8, Vers 4-15). Der Acker ist weder eben noch vollständig umgepflügt noch frei von Steinblöcken und auch nicht klar abgegrenzt. Doch der Sämann hat keinen besseren. Er will auf diesem Feld Frucht sehen – in ein paar Monaten. So streut er den Samen.

Einige Körner fallen auf den ausgetretenen Pfad am Rand. Leute werden sie zertreten, Vögel sie aufpicken. Andere Körner fallen auf Fels und finden nicht den Humus, den sie für die Aufnahme der Nährstoffe brauchen. In der Sommerhitze fehlt dem Halm die Wurzel. Weitere Körner fallen in dorniges Gestrüpp – es wird die Hälmchen ersticken. Ein Teil der Körner fällt auf guten Boden. Da wird der Bauer ernten können.

Starke Wurzel, Raum zum Wachsen

Worauf will Jesus mit der Gleichnisgeschichte hinaus? Auch die engsten Freunde sind ratlos. Er erläutert ihnen den Sinn und macht klar, dass die Worte Gottes den Samen darstellen.

Ob sie Frucht tragen, hängt ab von der Aufnahme durch die Menschen. Es gibt, sagt Jesus, einen Feind Gottes. «Er kommt und nimmt das Wort aus ihren Herzen, damit sie nicht zum Glauben kommen und gerettet werden.»

Zweitens, so Jesus, gibt es Menschen, die das Wort aufnehmen, ohne dass es Wurzel schlagen kann. In schwierigen Zeiten (Hitze) lassen sie es hinter sich. Drittens können Sorgen den Samen überwuchern und ersticken – nicht nur Sorgen, sondern auch das Streben nach Komfort und Wohlstand. Bei jenen hingegen, die «das Wort mit rechtem und gutem Herzen gehört haben und es bewahren», wächst Frucht heran.  

Der Same wird ausgestreut. Die Worte Gottes lesen wir in der Bibel. Was wir mit ihnen tun, steht in unserer Verantwortung. Geben wir ihnen guten Boden, dass sie wachsen und Frucht tragen können?

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Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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