Um uns zu Gott zu führen

Fünfzig Gründe, warum Jesus kam, um zu sterben (22).

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Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
1. Petrus 3,18

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.
Epheser 2,13

Letzten Endes ist Gott selbst das Evangelium. Evangelium bedeutet «gute Botschaft». Christentum ist nicht in erster Linie Theologie, sondern Botschaft. Es ist wie bei Kriegsgefangenen, die heimlich im Radio hören, dass die Alliierten gelandet sind, und dass die Rettung nur eine Frage der Zeit ist. Die Wachen wundern sich, warum alle jubeln.

Was ist aber das Beste an der guten Botschaft? Sie führt uns letztendlich zu Gott selbst. Alle Worte des Evangeliums führen zu ihm; ansonsten ist es kein Evangelium. So ist zum Beispiel die Errettung keine gute Botschaft, wenn sie nur vor der Hölle rettet und nicht für Gott. Vergebung ist keine gute Botschaft, wenn sie nur die Schuld wegnimmt und nicht den Weg zu Gott bahnt. Rechtfertigung ist keine gute Nachricht, wenn sie uns einfach nur vor Gott rechtlich annehmbar macht, aber nicht in die Gemeinschaft mit ihm führt. Erlösung ist keine gute Botschaft, wenn sie uns nur von der Gebundenheit befreit, aber nicht zu Gott führt. Dass Gott uns als Söhne annimmt, ist keine gute Botschaft, wenn uns das nur in die Familie des Vaters hineinversetzt, aber nicht in seine Arme.

Das ist entscheidend. Viele Menschen scheinen die gute Botschaft anzunehmen, ohne Gott anzunehmen. Allein die Tatsache, dass wir der Hölle entkommen wollen, ist noch kein Beweis dafür, dass wir ein neues Herz haben. Das ist ein absolut natürlicher Wunsch, aber kein übernatürlicher. Man braucht kein neues Herz, um sich zu wünschen, eine psychologisch erleichternde Vergebung zu erfahren, dem Zorn Gottes zu entgehen oder von Gott die Welt zu erben. Um sich diese Dinge zu wünschen, muss man nicht wiedergeboren sein. Die Teufel wollen sie auch.

Diese Wünsche sind nicht falsch. Tatsächlich wäre es dumm, sich das nicht zu wünschen. Aber der Beweis, dass wir verändert worden sind, besteht darin, dass wir diese Dinge wünschen, weil sie uns zur Freude an Gott führen. Das ist das Grösste, wofür Christus starb. «Denn es ist auch Christus einmal für Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe» (1. Petrus 3,18).

Warum ist das der Kern der guten Botschaft? Weil wir dazu erschaffen worden sind, die Herrlichkeit Gottes zu sehen und zu geniessen und dadurch das höchste Glück zu erfahren. Wenn unsere höchste Freude auf etwas Geringerem beruht, sind wir Götzendiener und entehren Gott. Er hat uns so geschaffen, dass seine Herrlichkeit durch unsere Freude daran zum Ausdruck kommt. Das Evangelium Christi ist die gute Nachricht, dass Gott auf Kosten des Lebens seines Sohnes alles Notwendige getan hat, damit wir von dem ergriffen sind, was uns für immer und ewig glücklich macht, und das ist er selbst.

Lange bevor Christus kam, hat Gott offenbart, dass er die Quelle völliger und ewiger Freude ist. «Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar» (Psalm 16,11).Dann sandte er Christus, der für uns leiden sollte, damit «er uns zu Gott führe». Das bedeutet, dass er Christus sandte, um uns die tiefste und grösste Freude zu schenken, die ein Mensch haben kann. Höre auf die Einladung: Wendet euch ab vom «zeitlichen Genuss der Sünde» (Hebräer 11,25) und kommt zu den «Freuden und Lieblichkeiten immerdar». Komm zu Christus.

Christus litt und starb … Damit wir ihm gehören


Autor: John Piper
Quelle: Die Passion Jesu Christi

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