EMK-Jugendpfarrer Lukas Wyser

Was neun Lastwagen mit Gottes Grosszügigkeit zu tun haben

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Lukas Wyser (Bild: zVg)
Stellen Sie sich vor, Sie hätten so grosse Schulden, dass diese nie beglichen werden könnten. Wir gross wäre die Freude, wenn Ihnen diese Schulden einfach erlassen würden... Aber wären Sie selbst auch so grosszügig?

Lukas Wyser wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Hombrechtikon, wie er gleich zu Beginn der «Gemeinsamen Pause» bei Livenet erzählt. Er studierte Sozialpädagogik und absolvierte dann die Ausbildung zum Jugendpfarrer. Lukas wuchs in einer Evangelisch-Methodistischen Kirche auf, in der er jetzt auch im Bereich «Gemeindeentwicklung» die Jugendarbeit unterstützt. Zudem engagiert er sich im Bereich Kommunikation der Methodisten in der Schweiz zum Thema «Hybride Kirche». Ihn beschäftigt dabei besonders, wie die Kirche digitaler werden und somit auch mehr Menschen erreichen kann.

Lukas Wyser ist begeistert von Gottes Grosszügigkeit. Die ganze Bibel sei ein Zeugnis dieser Charaktereigenschaft Gottes, erklärt der Zürcher. Als Beispiel wählt er das Gleichnis aus dem Matthäus-Evangelium Kapitel 18, Verse 21-35.

70 mal 7

Petrus fragt Jesus, wie oft er seinem Bruder vergeben soll und nennt als grosszügigen Vorschlag sieben Mal. Stellen Sie sich vor, jemand macht einen Kratzer in ihr geliebtes Auto. Beim ersten Mal würden Sie dieser Person wahrscheinlich noch vergeben, aber schon beim zweiten Mal hätten Sie damit wohl Schwierigkeiten. Stellen Sie sich nun vor, jemand macht sieben Mal einen Kratzer in ihr Auto, da würde Ihnen das Vergeben sicher nicht einfach fallen. Und die Antwort von Jesus? «Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.»

Neun LKWs voll Silber

Daraufhin erzählt Jesus ein Gleichnis, um Petrus und uns begreiflich zu machen, wie grosszügig Gott ist. Jesus erklärt, wie das Himmelreich funktioniert und spricht dabei nicht unbedingt von etwas Zukünftigem, sondern vom Reich Gottes, das schon hier auf der Erde beginnt, wenn wir als Menschen Gemeinschaft mit Gott haben. Er sagt also, das Himmelreich gleiche einem König und diesem König schuldete ein Mann 10'000 mal 36kg Silber, also 360'000 kg. In der Schweiz sind LKWs bis zu 40 Tonnen zugelassen, somit können Sie sich neun mit Silber vollgeladene Lastwagen vorstellen. Und dieser Mann konnte nichts von dieser riesigen Schuld zurückzahlen. Aber er flehte den König an, der Mitleid mit ihm hatte und ihm schliesslich seine ganze Schuld erliess. Aus purer Grosszügigkeit verzichtete der König auf neun LKWs voll mit echtem Silber.

Diese Geschichte ist ein krasses Beispiel für die Grosszügigkeit Gottes zum Thema Vergebung. Es ist Lukas Wyser insbesondere wichtig, dass Gottes Grosszügigkeit nicht erst im Neuen Testament beginnt, sondern es auch im Alten Testament unzählige Beispiele davon gibt, wie etwa die Geschichte von Jona oder der Psalm 103.

Ein Zeugnis seiner Grosszügigkeit sein

Zum Schluss des Inputs gibt Lukas noch einige Gedanken weiter, die an die Grosszügigkeit jedes einzelnen appellieren: «Wir müssen bereit sein, immer wieder über Gottes Grosszügigkeit in unserem Leben zu staunen, auch wenn diese nicht immer für uns sichtbar ist. […] Insbesondere heute leben wir in einer Gesellschaft, in der wenig Lob und Anerkennung ausgesprochen wird. Deshalb ist es umso wichtiger, es zu erkennen, wenn Gott uns grosszügig beschenkt.»

«Aber nicht nur das. Lassen wir uns von der Grosszügigkeit Gottes füllen, so dass auch wir selbst grosszügige Menschen im Umgang mit Zeit, Lob, Materiellem, Barmherzigkeit und Vergebung werden. Dann können die Menschen durch uns erkennen, wie grosszügig Gott ist. Also lasst uns als Christen ein Zeugnis seiner Grosszügigkeit sein!»

Sehen Sie sich hier den Input von Lukas Wyser in der «Gemeinsamen Pause» von Livenet an:

Livenet.ch und Jesus.ch laden Sie herzlich zur «Gemeinsamen Pause» ein. Sie findet jeweils am Mittwoch zwischen 9.30 und 10 Uhr via Zoom-Videokonferenz statt. Sie können sich ganz einfach über www.livenet.ch/pause registrieren und einloggen.

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Datum: 08.03.2021
Autor: Hanna Krückels
Quelle: Livenet

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