Glaube

Die Wunder der Bibel – heute noch zumutbar?

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Ein Wunder versetzt uns in Staunen, weil es unerwartet und unberechenbar auftritt und einer normalen Beobachtung widerspricht. Wenn Wunder unerwartet sind, was ist dann das Erwartete?

Diese Frage hilft, eine deutliche Trennlinie zwischen Wundern (Unerwartetes) und Nichtwundern (Erwartetes) zu ziehen. Alle Ereignisse in unserer Welt laufen innerhalb eines Rahmens festgefügter Gesetzmässigkeiten ab. Das nennen wir Naturgesetze. Sie erlauben die vielfältigsten technischen Erfindungen und Verfahren. Andererseits können viele in unserer Vorstellung erdachte Vorgänge nicht realisiert werden.

Staunen über Naturgesetze

Können wir noch genug staunen über die Wirksamkeit der Naturgesetze? Archimedes (285-212 v.Chr.) erkannte: «Ein schwimmender Körper verdrängt genau soviel von der Flüssigkeit, in der er schwimmt, wie er selbst wiegt.» Wer sorgt dafür, dass die Bedingungen für dieses so einfach formulierbare Naturgesetz mit den so komplizierten Folgen ständig berechnet werden, damit es zu jeder Zeit und an jedem Ort exakt erfüllt wird? Es muss doch jemand da sein, der diese Berechnungen anstellt und dann nach diesen Ergebnissen auch alles so ausführt!

Wer hält das Ganze zusammen?

In der Tat, es ist wirklich jemand da, der für die Einhaltung der Naturgesetze sorgt. Von ihm lesen wir in der Bibel: «Denn es besteht alles in ihm.» Dieser Erhalter der Welt ist auch derjenige, durch den alle Dinge geschaffen sind: «Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, ...es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.» Dieser Eine, der Schöpfer aller Dinge, ist auch ihr Erhalter; es ist Jesus Christus. Man könnte es auch so sagen: Jesus hat die Oberhoheit über alle Dinge, vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos.

 

Sind biblische Wunder erklärbar?

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Gemälde von Archimedes

Gottes Handeln kann im Rahmen der Naturgesetze geschehen, aber auch ausserhalb. Die Bibel berichtet von Elia, dass sein Gebet drei Jahre Regen verhinderte; nach einem weiteren Gebet setzte der Regen prompt ein. Natürlich hat hier Gott gehandelt.

Im Zeitalter der Aufklärung durchforstete man alle biblischen Texte danach, ob die berichteten Ereignisse auf natürliche Weise erklärbar seien. Manche Wunder wurden jedoch als unmöglich verworfen und die entsprechenden Berichte damit als unwahr abgetan.

 

Gott handelt souverän

Er ist der Gesetzgeber der Naturgesetze, darum ist er selbst diesen nicht untertan. In seinem Handeln unterliegt er keiner Einschränkung, denn «bei Gott ist kein Ding unmöglich.» Sein Wille geschieht. Die Schöpfung selbst ist das erste in der Bibel berichtete Wunder. Gott schafft nach seinen Ideen und nach seinem Plan einen wunderbaren Kosmos.

Die Auferstehung Jesu ist ein weiteres, sehr markantes Ereignis, das sich jeder naturgesetzlichen Erklärung entzieht. Jeder Ansatz, hier eine biologische oder medizinische Deutung zu versuchen, geht am Eigentlichen vorbei. Die Auferstehung ist und bleibt eine besondere Handlung Gottes und geschah ausserhalb der Naturgesetze.

Wie müsste nun eine zusammenfassende Definition der biblischen Wunder lauten? Wunder sind aussergewöhnliche Taten und Geschehnisse, die Gott oder sein Sohn Jesus Christus tut, wobei die Vorgänge meistens ausserhalb der naturgesetzlichen Wirksamkeit ablaufen.

Das grösste Wunder

Nach der Bibel ist der Mensch ohne den persönlichen Glauben an Jesus Christus ewig verloren: «Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen.» Das gehört auch zu Wundern unserer Zeit, wenn Menschen diesen Glauben wagen.


Autor: Werner Gitt

Glaubensfragen & Lebenshilfe

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