Kann man den Himmel dann auch anfassen?

Der Himmel? Da klimpert man gelangweilt an Harfensaiten herum und wartet, bis sie endlich reissen... – Weit gefehlt! Nach den Worten der Bibel wird das eine ziemlich handfeste Sache sein.


Eine Ewigkeit lang auf einer Wolke herumsitzen und Harfe spielen? Ein blödes Ammenmärchen. Die Bibel erklärt die künftige Welt als greifbar und physisch.

Viele können der Versuchung nicht widerstehen und müssen alles, was die Bibel über «den Himmel» sagt, bildhaft deuten. Besonders „aufschlussreich“ ist die These eines Theologe in «Christian Theology»: «Der Himmel ist zwar ein Ort und ein Zustand, doch in erster Linie ein Zustand.» Was immer das nun heissen mag...

Ein anderer Theologe behauptete in seiner «New Testament Theology»: «Paulus denkt sich den Himmel nicht als einen Ort, sondern als ein Sein in der Gegenwart Gottes.» Aber wenn jemand gegenwärtig ist, muss ja auch ein Ort vorhanden sein, sollte man meinen...

Jesus spricht von Ort

Jesus sagte nicht, dass der Himmel in erster Linie ein „Zustand“ oder eine „geistliche Beschaffenheit“ sei. Er sprach von einem Haus mit vielen Räumen, in dem er einen Platz für uns vorbereitet. 1)

Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 21-22, schildert die neue Erde und den neuen Himmel, und zwar als konkrete Orte. Die Erde wird ausführlich und konkret beschrieben. Von der sagte Jesus zu den Jüngern: «Dann werde ich kommen und euch holen, damit ihr dort seid, wo ich bin.» 2)

Jesus verwendete irdische und räumliche Begriffe aus dem Alltagsleben, um die Ewigkeit zu beschreiben. Ähnlich „handfest“ sind sie denn wohl auch. Oder umgekehrt: Wenn wir uns die „neue Erde“ nur vergeistigen, dann berauben wir die Worte von Jesus ihrer Bedeutung.

Klare Fährte

Die Bibel beschreibt eine Stadt auf der neuen Erde*. Wir wissen, was eine Stadt ist. In einer Stadt gibt es Gebäude, Kultur, Kunst, Sport, Dienstleistungen und anderes. Natürlich leben auch Menschen in einer Stadt.

Warum also sollten wir uns diese Erde ohne Flüsse, Berge, Bäume und Blumen vorstellen? Mit dem Wort «Erde» ist ja auch angedeutet, dass wir dort Dinge finden, die wir von hier bereits kennen. Natur, Städte, Dörfer, Gebäude und Strassen – das ist etwas Vertrautes, das da Offenbarung 21-22 erzählt.

Leben im Körper

Es wird auch beschrieben, dass wir einen Auferstehungskörper erhalten. 3) Uns ist bestens bekannt, was ein Körper ist – und wir wissen, wie ein guter aussieht. Folglich können wir uns auch einen neuen unvergänglichen in etwa vorstellen.

Die Bibel spricht auch von einem neuen Jerusalem aus vielen Edelsteinen. Einige der aufgezählten Juwelen 4) gehören zu den härtesten Stoffen, die wir kennen. Sie weisen auf die materielle Stabilität der ewigen Erde hin.

Das Problem ist also nicht, dass die Bibel nichts über die Zukunft sagt, sondern dass wir nicht darauf achten und uns stattdessen unsere eigenen Kitschbilder malen. Schon Abraham wartete – «auf eine Stadt mit festem Fundament, deren Bauherr und Schöpfer Gott selbst ist.» 5)

Und auch seine Nachkommen suchten nach einem besseren Ort, einer Heimat auf der erneuerten Erde, die so ist, wie Gott sie einst vorgesehen hatte. Gott selbst lässt sie in der Bibel ja so beschreiben.

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Die neue Welt, die Gott erschafft, wird unsere kühnsten Träume weit übertreffen.
Und es wäre schade, wenn man diese verpassen würde.

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1) Die Bibel, Johannes, Kapitel 14,Vers 3: «Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters, und ich gehe voraus, um euch einen Platz vorzubereiten. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch dann so gesagt?»
2) Hebräer 11,10 und 13,14
3) 1. Korinther 15,40-44
4) Offenbarung 21,19-20
5) Hebräer 11,10

Lesetipp: «Der Himmel – was uns dort wirklich erwartet» , Randy Alcorn, Hänssler-Verlag

Autor: Randy Alcorn (Bearbeitung: Daniel Gerber)

Datum: 10.04.2007
Quelle: Livenet.ch

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