Gebet ohne Adressat

Jennifer Lawrence betet zu einem unbestimmten «Etwas»

Viele Menschen beten in Notsituationen – so auch Schauspielerin Jennifer Lawrence. Obwohl sie gar nicht recht weiss, zu wem oder was sie genau betet. Ist das überhaupt nötig? Müssen wir wissen, an wen oder was wir glauben?

Zoom
Schauspielerin Jennifer Lawrence
Sie zählt zu den bestbezahlten Schauspielerinnen der Welt – Jennifer Lawrence. Die 27-Jährige, die aus Filmen wie «The Hunger Games» und «Silver Linings» bekannt ist, wuchs in einem sehr religiösen Haushalt auf. Doch auf ihre heutige Glaubenseinstellung gefragt, antwortete Lawrence: «Ich vermute, dass ich spirituell bin, aber nicht religiös. Ich wurde sehr religiös erzogen, habe eine religiöse Familie, aber ich glaube an nichts.»

Trotzdem hat sie die Tradition beibehalten, abends vor dem Schlafen zu beten. «Ich bete, aber zu niemand Bestimmtes. In meiner Kindheit habe ich jeden Abend im Bett gebetet und manchmal tue ich das immer noch.» Auch als sie sich einmal in Lebensgefahr befand, betete sie ganz spontan. «Ich war in einem Flugzeug, als beide Motoren ausfielen und da betete ich zu Gott. Egal, ob ich an ihn glaube oder nicht. Ich betete: 'Ich weiss nicht, ob du da draussen bist, aber wenn es dich gibt, dann rette bitte, bitte das Flugzeug!'»

Was, wenn niemand «da draussen» ist?

Eigentlich erschreckend. Was wäre, wenn niemand da draussen ist, der das Flugzeug retten kann? Dann wäre Jennifer Lawrence, dann wäre jeder von uns unserem Schicksal überlassen. Wenn ich mich beim Telefonieren verwähle und nicht genau weiss, wer da am anderen Ende der Strippe ist, rede ich nicht unnötig weiter mit ihm oder ihr – ich will wissen, mit wem ich rede. Auch beim Beten: Ich will wissen, ob mich jemand hört und wenn ja, wer dieser jemand ist. Denn nur, wenn ich weiss, ob da jemand ist, kann ich auch wissen, ob ich mit einer Antwort rechnen kann oder nicht – sonst wäre das Gespräch ja sinnlos. Doch kann man das genau wissen?

Wer sucht, wird finden

Beten kann man zu vielen «Personen», Geistern, Dingen, doch es gibt nur einen, der es gut mit uns meint – und der definitiv antworten wird. Dieser eine ist Gott. Es ist derjenige, der selbst gesagt hat: «Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich, der Herr.» (Jeremia, Kapitel 29, Vers 33) Wenn jemand zu Gott betet und es wirklich ernst meint, dann ist es gar nicht so wichtig, dass er genau weiss, ob es Gott gibt oder nicht. Wichtig ist allein, dass er diese Möglichkeit in Betracht zieht und sich ernsthaft, «von ganzem Herzen» auf die Suche nach Gott macht – dann verspricht Gott, dass er sich finden lässt. Und das wiederum wird der Person die Sicherheit und die Überzeugung schenken, dass Gott wirklich existiert. Und sie wird merken: Gott ist an mir interessiert, er möchte, dass ich mit ihm rede, zu ihm bete – und er antwortet mir. Diese Überzeugung wünsche ich auch Jennifer Lawrence.

Zum Thema:
Den Glauben kennenlernen
«Hunger Games 2»: Katniss erinnert an die ersten Christen
Missionarin auf dem Broadway: «Ich will mit Jesus leben»
Ein Film voller Glauben: Gina Rodriguez: «Gott gab mir die Rolle»

Datum: 14.12.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / The Christian Post

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Information

Anzeige