Beten in Lebensgefahr

Wann ist der beste Zeitpunkt für Ihr erstes Gebet?

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Es geschah in der vergangenen Woche: Der AirAsia X-Flug von Perth, Australien nach Malaysia war gerade mal 1,5 Stunden unterwegs, als das Flugzeug plötzlich durchgeschüttelt wurde. Vielen der Fliegenden rutschte vermutlich das Herz in die Hosentasche – was jetzt? Ist dies das Ende?

Scheinbar ein technischer Fehler im Motor veranlasste Turbulenzen, welche die Menschen im Flieger später so beschrieben, als hätte man sich in einer Waschmaschine befunden. Angst machte sich breit. Und dann kam auch schon die Ansage des Piloten über die Lautsprecher: «Zum Überleben brauchen wir Ihre Kooperation.» Im Folgenden bat er die Leute um Gebet für eine sichere Rückkehr nach Perth. Gleich zweimal!

Gebet am Lebensende

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Es ist interessant, dass so viele Menschen, die ihr Leben lang ohne Gebet und Religion nur zu gut auskommen, sich in lebensbedrohlichen Situationen an Gott wenden. Selbst von Atheisten wird berichtet, dass sie auf dem Sterbebett nach Gott fragen und um Gebet bitten. Wie kommt das? Wenn ich nicht glaube, dass ein Gott existiert, dann ist doch auch ein Gebet am Lebensende sinnlos – oder nicht?

Vielleicht ist es einfach die Hoffnung, dass es doch jemanden da draussen gibt, der noch etwas tun könnte. Oder die Angst, dass das Leben mit dem Tod nicht einfach aufhört. Oder die Verzweiflung, weil man selbst so hilflos ist. Aber auch hier ist interessant: Viele Menschen, die in einer lebensbedrohlichen Lage zum allerersten Mal beteten, haben erlebt, dass Gott eingriff. Und sagten hinterher, dass er doch real ist. Und Gott ist ein viel zu grosser Gentleman als sich gegenüber allen, die sich ihr Leben lang nicht um ihn geschert haben, taub zu stellen, wenn sie dann endlich mal nach ihm fragen – so wie es die meisten Menschen machen würden. Er selbst sagt in seinem Wort: «Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe!» (Psalm 50, Vers 15a) Und die Psalmen der Bibel sind voll von solchen Hilferufen.

Kein Feuerwehrmann, sondern Begleiter

Doch das ist eben nicht alles: Gott möchte nicht nur als Feuerwehrmann gerufen werden, wenn es schon brennt. Er möchte auch im langweiligen Alltag mit dabei sein oder an den Höhepunkten des Lebens mit uns feiern und sich freuen. Denn der oben genannte Vers hat noch einen zweiten Teil: «Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.» Dieses Preisen bedeutet, dass wir auch hinterher, wenn die Lebensgefahr oder die Notlage vorbei ist, Gott als solchen anerkennen, ihm danken und ihm den Platz in unserem Leben geben, der ihm gebührt.

Das klingt jetzt fast wie eine Auflage oder eine Pflicht, aber Sie werden merken, dass es vielmehr ein Privileg ist, wenn Gott fester Teil des Lebens ist. Denn dann kann ich mit allem zu ihm kommen, das mich beschäftigt: Sorgen, Probleme, Trauer, aber auch Dank, Freude und Schönes. Ich darf wissen, dass er sich für mein Leben, für mich interessiert und dass er mir auch in Kleinigkeiten zur Seite steht. Und er schenkt Kraft, Hoffnung und Zuversicht, selbst wenn die Umstände grau aussehen. Warten Sie nicht darauf, in eine Notlage zu kommen, um Ihr erstes Gebet zu sprechen. Gott wartet schon heute auf Sie!

Noch einmal zurück zum AirAsia-Flug: Als das Flugzeug zwei Stunden später sicher auf dem australischen Flughafen landete, brach in der Kabine tosender Applaus aus. Ob in dem Moment auch so viele Leute beteten und für die Bewahrung Gottes dankten?

Zum Thema:
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Datum: 06.07.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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