Ins Licht des Christkinds

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Blass leuchtet im Vorgarten der Plexiglas-Hirsch. Im Advent überfluten uns die Lichter. Sie verweisen auf den Grund des Weihnachtsfestes. Doch wie komme ich ins Licht des Christkinds?

Nicht zufällig hat die Kirche das Fest zur Geburt von Jesus auf die Zeit der längsten Nächte gelegt. Sie lassen mich Licht suchen. Oder habe ich mich mit der finsteren Umgebung abgefunden?

Die Hirten ausserhalb von Bethlehem werden von einem Engel, einem Boten des Himmels, geschockt. Plötzlich umleuchtet sie der Glanz Gottes. Und dann - das ganze unübersehbare Heer der Engel: «Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden unter den Menschen seines Wohlgefallens!» (Die Bibel, Lukas, Kapitel 2, Vers 14).

Das Licht des Christkinds können wir nicht machen, nicht einmal imitieren. Es glänzt vom Himmel. Aber ich kann in dieses Licht gelangen, wenn ich mich auf Gottes Worte einlasse, wenn ich ihn bitte, zu mir zu sprechen und mich anzunehmen mit meinen Bitten, in meiner Schwäche und Begrenztheit. Die Worte Gottes finden sich in der Bibel; Jesus ist in einem geheimnisvollen Sinn dieses Wort in Person. In seinem Leben drückt sich Gott aus.

Im Licht des Christkinds kommt auch zutage, was stört, hemmt und würgt. Jesus will mich davon befreien; dazu ist er in Bethlehem zur Welt gekommen. «Wenn wir unseren Weg im Licht gehen, wie er selbst im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde» (Die Bibel, 1. Brief von Johannes, Kapitel 1, Vers 7).

Das Licht leuchtet, es ist da, um zu reinigen und zu heilen. Und mehr, ich kann mich Jesus ganz anvertrauen. Paul Gerhardt dichtete 1653 die Zeilen:

«Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben.
Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und lass dir's wohl gefallen.»

Im Licht des Christkinds kann ich zur Ruhe kommen. Gott hat es «wohl gefallen», zu uns Menschen zu kommen. Er meint es gut mit mir. Das gibt auch Kraft und Mut fürs Neue Jahr.

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Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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