Neuanfang

Gott radiert unsere Schuld aus

Eigentlich wächst Beth Bayman sehr behütet auf. Und trotzdem rutscht sie in der Pubertät auf die schiefe Bahn. Sie tut Dinge, die sie sich selbst nicht verzeihen kann. Bis sie begreift, was Vergebung wirklich heisst.

Zoom
Beth und Jason Bayman mit ihrer Familie
Als Einzelkind wurde ich ziemlich verwöhnt. Ich war gewohnt, alles zu bekommen, was ich mir in den Kopf setzte. Aber obwohl es mir materiell an nichts mangelte, fühlte ich mich oft einsam.

Pferde waren mein Ein und Alles und ich träumte davon, mein Hobby eines Tages zum Beruf zu machen. Doch meine Eltern beschlossen, ich müsse studieren und Karriere machen. Es enttäuschte und verletzte mich, dass sie mich und meinen Berufswunsch nicht ernst nahmen.

Aus Frust fing ich an, gegen meine Eltern zu rebellieren. Ich machte Party und nahm Drogen. Schliesslich flog ich sogar vom College.

Auf der Suche nach Liebe

In einer Bar lernte ich einen Mann kennen, in den ich mich unsterblich verliebte. Ich wurde schwanger, doch er wollte kein Kind. Aus Angst, ihn zu verlieren, entschied ich mich für eine Abtreibung. Schon in der Klinik bereute ich den Schritt. Während ich die Papiere ausfüllte, konnte ich nicht aufhören zu weinen. Mein eigenes Kind durfte nicht leben. Dieser Gedanke sollte mich noch viele Jahre quälen.

Nach der Abtreibung fühlte ich mich leer - noch leerer als vorher. Und es plagten mich grosse Schuldgefühle. Ich glaubte, dass ich dafür in der Hölle schmoren würde. Ja, Gott würde mit Sicherheit noch zu Lebzeiten mit mir abrechnen.

Neuer Freund, neues Glück

Die Beziehung zu dem Vater meines abgetriebenen Kindes hielt noch einige Jahre, dann ging sie in die Brüche. Wenig später lernte ich Jason kennen. Auch wir führten eine chaotische Beziehung mit Party und Drogen. Bei einem Streit sprang er eines nachts aus einem fahrenden Auto und verletzte sich schwer. Nie hätten wir geahnt, dass das der Beginn eines neuen Lebens für uns sein sollte.

Eine Bibel am Krankenhausbett

Jason musste für ein paar Wochen ins Krankenhaus. Auf dem Nachttisch seines Bettes lag eine Bibel und was er darin las, berührte ihn sehr. Immer öfter las er auch mir Geschichten und Bibelstellen vor. Wir sahen uns christliche Sendungen im Fernsehen an. Wir waren wie gebannt von unserer neuen Entdeckung, von der Möglichkeit, dass es diesen liebenden Gott wirklich geben könnte. Und doch quälte mich immer noch meine Schuld. Weil auch Jason mir nicht beantworten konnte, wie Gott das sieht, beschloss ich, Jesus zu schreiben.

In einem Brief schüttete ich Gott mein ganzes Herz aus. Meine Zerbrochenheit, mein Versagen, die Schuld, mein eigenes Kind abgetrieben zu haben. Ich argumentierte damit, dass er ja laut Bibel für unsere Schuld gestorben sei. Als der Brief fertig war, las ich ihn Gott laut vor und plötzlich begriff ich – durch meine eigenen Worte –, was Jesus für mich getan hat. Die Bedeutung von Vergebung traf mich tief in mein Herz. Es gab einen Ausweg aus meiner Schuld. In diesem Augenblick wurde Gott für mich real.

Nach Jahren mit qualvollen Schuldgefühlen durfte ich erleben, wie Gott Schuld vergibt. Seit Jesus in mir lebt, sind die Einsamkeit und die Leere verschwunden. Ich brauche keine Drogen mehr.

Für mich wurde wahr, was in der Bibel in 2. Korinther, Kapitel 5, Vers 17 steht: «Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.»

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Datum: 20.08.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Cbn.com / Livenet

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