Wie Frank Mesa Hoffnung fand

«Ich hasste das Leben, ich hasste die Menschen»

Frank Mesa steckte sich mehrmals die Pistole in den Mund. Manchmal richtete er sie auf seine Schläfe. Aber er konnte nie den Abzug drücken. «Ich hasste das Leben. Ich hasste die Menschen. Ich war einfach nur verbittert», erinnert er sich.

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Jennifer und Frank Mesa (Bild: God Reports)
«Früher habe ich viel mit meinen Eltern gestritten. Ich sagte zu meiner Mutter: 'Ich hoffe, du stirbst!' Zwei Wochen später wurde sie richtig krank und kam ins Krankenhaus, und innerhalb einer Woche starb sie», erinnert sich Frank Mesa.

Frank, damals 23, gab sich selbst die Schuld. Er hatte sich eigentlich um seine kranken Eltern im Apple Valley, Kalifornien, gekümmert.

Die Familie zog 1978, als sein Vater in den Ruhestand ging, von der Bandengewalt in L.A. weg. «Als Kind war ich oft schikaniert worden, oft wurde auf mir herumgehackt. Ich wurde von einer Reihe älterer Kinder überfallen. Sie stahlen mein nagelneues Fahrrad. Da begann ich, Menschen zu hassen.»

«Hell is for Children»

Er schloss sich einer Heavy-Metal-Clique an. «Einer meiner Lieblingssongs war 'Hell is for Children' (dt. Die Hölle ist für Kinder) von Pat Bennetar. Es half mir, Probleme, Stress und Gruppenzwang zu vergessen. Ich wollte einfach nur akzeptiert werden.»

Er begann, Alkohol zu trinken. Als er das erste Mal Marihuana-Rauch inhalierte, hatte er drei Tage lang Halluzinationen. Jedes Wochenende feierte er Partys. «Wir haben uns einfach nur zugedröhnt. Ich tauchte betrunken zur Arbeit auf.» Seinen Eltern gefiel dies nicht. «Meine Mutter war mit allem, was ich tat, nicht einverstanden. Ich brachte eine Freundin mit nach Hause, damit sie sie kennenlernen konnte. Meine Mutter nannte sie geradewegs eine Hure. Ich geriet in einen Streit mit ihr und sagte: 'Ich hoffe, du stirbst'. Noch bevor der Monat vorbei war, war sie gestorben.»

«Was wird aus mir?»

Nachdem seine Mutter gestorben war, fühlte sich Frank schuldig. Er konnte sich nie bei seiner Mutter entschuldigen. Er fragte sich, was aus ihm werden würde. «Ist dies das Leben? Ist das alles, was es gibt?», fragte er sich.

Ein paar Monate später klopfte jemand an seine Tür und erzählte ihm von Jesus. «Zu dieser Zeit hatte ich alle möglichen Fragen über Gott.» Er ging in eine christliche Gemeinde und nahm in der hinteren Reihe Platz. Die Musik zu Beginn gefiel ihm nicht und er wollte gehen. Doch dann hätten ihn alle gesehen, da der Ausgang direkt neben der Kanzel war. «Also blieb ich einfach auf meinem Platz und wartete, bis es vorbei war...»

Eine Hand geht in die Höhe

Er hörte sich die ganze Predigt an. Am Ende bat der Pastor alle, den Kopf zu neigen und die Augen zu schliessen. Er fragte, ob jemand Jesus aufnehmen wolle. «Mein Herz klopfte. Es wollte nicht aufhören zu klopfen. Also hob ich meine Hand.»

Er ging nach vorne und liess für sich beten. «Dann geschah etwas Bemerkenswertes. Ich sah einen hellen Blitz. Ich dachte, es sei eine Kamera, aber als ich die Augen öffnete, war niemand mit einer Kamera da.» Das Licht der Welt – Jesus selbst – war in sein Leben gekommen. «Ich fühlte, wie sich eine Schwere löste. Der Blitz war Gott, der mein Leben berührte.»

Ein unerklärlicher Frieden

Zu Hause versuchte Frank zu erklären, was mit seinem Vater geschah. Sein Vater litt an einem Emphysem, weil er die meiste Zeit seines Lebens geraucht hatte. Er hatte nur noch eine Lungenkapazität von 20 Prozent.

Eine Woche später begleitete ihn sein Vater in die Kirche. Sein Vater wollte Jesus nicht annehmen, also hob Frank die Hand für ihn. Die ganze Gemeinde betete und er fand einen unerklärlichen Frieden.

«Meine Selbstmordgedanken gingen einfach weg. Ich habe meine Waffen verkauft und ich begann, Gott zu dienen.»

Frank wurde zum Platzanweiser in der Gemeinde und heiratete Jennifer vom Lobpreisteam. Seit dem Jahr 2015 betreut das Paar selbst eine christliche Gemeinde in Adelanto, Kalifornien.

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Datum: 30.11.2020
Autor: Michael Ashcraft / Daniel Gerber
Quelle: God Reports / Übersetzung: Jesus.ch

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