Schnelle Kufen

Schmerz im Herz

Vor vier Jahren glänzte Gold auf seiner Brust. Derek Parra hatte für die USA die 1500 Meter im Eisschnelllauf gewonnen. Der Modellathlet ist in Turin wieder dabei, doch diesmal ist alles anders.

In St. Lake City stand mit Parra – zum erstenmal an Winterspielen überhaupt – ein US-Sportler mit mexikanischen Wurzeln ganz oben. Er lief Weltrekord. Dazu kam eine Silbermedaille über 5000 Meter. Monate zuvor hatten Parra und seine Frau Tiffany die Geburt ihrer ersten Tochter Mia Elizabeth gefeiert. Er war, wie man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sagt, „on top of the world“.

Diesmal hatte Parra seine liebe Mühe mit der Qualifikation. Mit 35 ist er nicht mehr der Jüngste. Und: seine Welt ist zerbrochen – in einer schmerzhaften Scheidung.

Doch auch in dieser düsteren Zeit hält Derek Parra am Vertrauen zu Gott fest. „Meine Familie, meine Freunde und mein Glauben haben mich dies durchstehen lassen“, sagt er. Die Scheidung sei das Schwerste, was ihn in seinem Leben getroffen habe.

Die E-mails seiner Fans haben ihn im Vorfeld der Spiele aufgemuntert. Ein Freund habe ihn daran erinnert, dass Gott schliesslich Gutes aus der Situation hervorbringen wird; dies habe ihm besonders geholfen, sagt der Athlet, an dessen Vorbild das US-Team in den letzten Jahren gewachsen ist.

Im letzten Herbst beschäftigte Parras Scheidung die Medien. „Ich betreibe das Eisschnelllaufen von ganzem Herzen“, sagte er dem AP-Reporter. “Meine Familie hat dies so viele Jahre mitgemacht. Nun ist alles vorbei. Im Sommer 2005 hatte Parra die Scheidung eingereicht. Auch jetzt mag er nicht über die Gründe reden. Tiffanys Name wolle er nicht in den Schmutz ziehen.

Wegen Schlafstörungen schaffte Derek Parra die Qualifikation für Turin erst im letzten Moment. Doch “the Olympic Games are exciting”. Der Kampfgeist im Team stellt ihn auf. Am Dienstag will er seinen Titel über 1500 Meter verteidigen.

Quelle: Livenet / Baptist Press

Datum: 17.02.2006
Autor: Peter Schmid

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