Star-Trainer

„Ich wusste zu jeder Zeit, dass Jesus bei mir war“

Ich erinnere mich noch an den Gesichtsausdruck meines Arztes, als er mir sagte, dass ich an Krebs erkrankt war. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich von Krankheiten weitgehend verschont geblieben. Nun musste ich wohl meinen geliebten Beruf, Eishockeyteams zu coachen, an den Nagel hängen. Schlimmer noch, vielleicht hatte ich bloss noch zwei oder drei Jahre zu leben.

Mein Arzt verschrieb mir eine Chemotherapie und führte eine Operation durch, in der ich frische Zellen erhielt. „Das wird Sie für die nächsten Jahre bestimmt am Leben erhalten“, sagte er mir. „Und dann wird man neue Mittel gefunden haben, Ihnen zu helfen”.

Seit der Diagnose ist ein Jahr vergangen. Es geht mir nun besser und ich brauche keine Medikamente einzunehmen. Am meisten hat mir mein Vertrauen zu Gott in dieser schweren Zeit geholfen. Ohne dieses Vertrauen wären die letzten Monate sehr schwer geworden. Oft lag ich im Spitalbett und schrie zu Gott, flehte ihn an, mir zu helfen. Und irgendwie geschah immer etwas, das mir weiterhalf. Ich wusste zu jeder Zeit, dass der Herr bei mir war und dass ich ihm zutrauen konnte, mich durchzubringen, was auch immer geschehen würde.

Dieses Vertrauen hat sich in meinem Leben mehrmals als gerechtfertigt erwiesen, nicht erst bei der Krebserkrankung. Acht- oder neunmal wurde ich als Hockeytrainer gefeuert. Wenn das in der Profi-Liga geschieht, wissen alle davon; das machts nicht einfacher. Aber zu wissen, dass Gott einen Plan für mein Leben hat, gab mir die Fähigkeit, mit solchen Enttäuschungen umzugehen. Er nahm die Schwierigkeit nicht immer weg, aber gab mir die Gnade und die Weisheit, damit umzugehen.

Von einem Tag auf den andern mit Krebs leben zu müssen, ist hart. Doch als Christ weiss ich: Was immer ich durchzustehen haben – Gott ist bei mir. Wenn ich Gott vertraue, weiss ich, dass ich mir keine Sorgen machen muss über die Zukunft. Sie ist in seiner Hand. Ich habe Jesus Christus seit meiner Kindheit gekannt und immer empfunden, dass wir uns vor dem Tod nicht fürchten müssen. Weil ich Jesus kenne, komme ich in den Himmel, wenn ich sterbe. Wenn dieses Leben endet, habe ich einen Ort, wo ich hingehen kann. Und das ist der einzige Weg.

Am 28. Juni 2003 nahmen 1400 Personen in Peterborough (Kanada) Abschied von Roger Neilson. Der frühere NHL-Coach starb 69-jährig nach einem dreijährigen Kampf gegen den Krebs.

Webseite: www.powertochange.com

Autor: Roger Neilson
Quelle: Power to change/Livenet

Datum: 19.12.2003

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