Mit viel Geduld und Gebet

Wie eine zerstörte Ehe erneut aufblühte

Nach drei Jahren war die Ehe am Ende: Tim Peña war drogen- und alkoholabhängig und machte das Leben seiner Frau Norma zur Hölle. Eine Freundin ermutigte Norma, für Tim zu beten – dass sich etwas ändern würde, erwartete sie aber nicht.

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Norma und Tim Peña (Bild: Godreports.com)
Sie sah das Blut auf dem Kissen, bemerkte die Augenringe, die schlechte Laune, sah ihn den ganzen Tag auf dem Sofa schlafen, und verschloss doch ihre Augen, selbst als er seine Arbeit und das Auto verlor. «Ich war naiv», erinnert sich Norma Peña. «Ich bemerkte die Zeichen des Drogenmissbrauchs nicht. Obwohl ich aus einer Problemfamilie komme, wusste ich nicht, was eine Abhängigkeit ist.»

Alle Gefühle waren weg

Norma und Timothy Peña waren zu dem Zeitpunkt drei Jahre verheiratet und hatten bereits eine kleine gemeinsame Tochter. Doch irgendwann konnte Norma nicht mehr und bat Tim, auszuziehen. «Ich hatte keine Gefühle mehr für ihn…»

Kurze Zeit später, 1997, wurde Norma Christ. Ihre Freundin Sandra hatte ihr seit Jahren vom christlichen Glauben erzählt, bis Norma endlich mit ihr in die Gemeinde ging. Sandra ermutigte Norma auch, dafür zu beten, dass die Beziehung zu Tim geheilt würde und dass auch er Jesus kennenlernte – die beiden standen kurz vor der Scheidung.

Gebet für ihren Feind

«Erst glaubte ich nicht, dass er gerettet werden könnte», erzählt Norma. Doch dann begann sie trotzdem zu beten – denn etwas erschreckte sie: Ihre Mutter hatte allein die vier Kinder aufgezogen, ihre Grossmutter war ebenfalls alleinerziehende Mutter von sechs Kindern gewesen. Norma machte es Angst, dass auch sie in dieser Generationenkette weitermachen würde und so begann sie, für Tim zu beten, vor allem dass er ein guter Vater für die gemeinsame Tochter sein könnte.

Tim ging es währenddessen immer schlechter. Er schlief auf den Sofas von Freunden, war abhängig von Kokain und Alkohol. Eines Tages tauchte er unerwartet in Normas Kirche auf und antwortete auf den öffentlichen Aufruf, Jesus ins Leben aufzunehmen. Norma war irritiert und überzeugt, dass dieser Entscheid nicht echt war. Trotzdem betete sie weiter für ihn. «Die Bibel sagt, dass du für deine Feinde beten sollst. Er war mein Feind, weil er mein Leben zur Hölle machte. Aber er war der Vater meiner Tochter und ich wollte, dass er ihr ein gutes Vorbild war.»

Antwort von Gott

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Norma und Tim mit ihren Kindern
Doch sie betete nicht dafür, dass ihre Beziehung gerettet würde. Vielmehr bat sie Gott um einen neuen Ehemann. «Ich betete dafür, dass Gott mir einen frommen Mann schenken würde.» Währenddessen kam Tim weiterhin in die Kirche, zog sich immer schicker an, lernte Bass spielen, um die Band zu bereichern…

Vier Monate später sagte Gott Norma ganz deutlich, dass ihr Mann in der ganzen Welt predigen würde. «Als ich dafür betete, dass Gott mir einen frommen Mann schenkt, ahnte ich nicht, dass Gott dieses Gebet in meinem Mann beantworten würde – er veränderte sich um 180 Grad.»

Wenig später zog Tim wieder zurück zu ihr nach Hause. Das ist mittlerweile 26 Jahre her. Seitdem hat er wirklich in fast «aller Welt» gepredigt, zumindest in Honduras, Nicaragua, Guatemala und Mexiko. Seit knapp 20 Jahren leitet er die Gemeinde «The Potter's House» in Visalia, Kalifornien. «Gott hat meine Ehe Stück für Stück wiederhergestellt», bezeugt Norma, die heute Pastorenfrau mit vier Kindern ist. «Es brauchte viel Geduld und Gebet. Aber Timothy sagt heute, dass in Christus alles möglich ist. Es war ein echtes Wunder!»

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Datum: 04.07.2020
Autor: Michael Ashcraft / Rebekka Schmidt
Quelle: Godreports / übersetzt und bearbeitet von Livenet

Kommentare

Wunderbar - dranbleiben und mit Gott rechnen. Das ist für zu viele leider kein Thema. Da wird bei den ersten Problemen die Flinte ins Korn geworfen: Jetzt muss ein Neuer her, und möglichst subito! Dieser darf dann wissen: Passe ich nicht mehr, bin auch ich bald entsorgt. Es gibt ja immer wieder Neues zu entdecken. Das ist auch eine Art von Menschenverachtung. Der Mensch als billiges Gewinnlos, vielleicht ja, vielleicht nein, zieh halt noch eins.

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