Schauspielerin Elisabeth Lanz:

«Gott war immer da»

Man kennt sie aus der TV-Serie «Tierärztin Dr. Mertens». Doch privat lebt Elisabeth Lanz ganz unspektakulär mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf in Bayern. Wie die Schauspielerin jetzt erzählte, hilft ihr der christliche Glaube nicht nur privat, sondern auch im Berufsleben...

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Elisabeth Lanz
«Für mich gibt es einen Gott, das steht völlig ausser Frage», stellt Schauspielerin Elisabeth Lanz gleich zu Anfang klar. Diese Gewissheit bekam sie von klein auf von zu Hause mit. Die Darstellerin erzählt: «Mein Vater war katholischer Priester gewesen, hatte sein Gelübde gebrochen und eine Familie gegründet. Es war für ihn keine einfache Entscheidung. In seinem Tagebuch stand: ‚'Wenn ich jetzt nicht den Weg gehe, den ich eingeschlagen habe, könnte ich nicht mehr ruhigen Gewissens von der Liebe predigen.‘' Dieser Satz macht mich immer noch stolz.»

Doch auch wenn der Vater nicht mehr als Priester tätig war, lebte er seinen Kindern vor, was ein ungezwungener Glaube bedeutet. «Nicht, dass es übermässig fromm bei uns zugegangen wäre, aber Gott war immer da. In dieser Selbstverständlichkeit bin ich gross geworden. Haben wir beispielsweise über Politik gestritten, sind wir irgendwann doch bei der Bibel gelandet», erinnert sich Elisabeth Lanz.

Dieser selbstverständliche Glaube prägt die TV-Tierärztin bis heute. Und bisweilen überrascht Gott sie immer noch: «Vor einiger Zeit habe ich einen Regenbogen gesehen, er war wunderschön. Ich meinte noch: Jetzt fehlt eigentlich ein zweiter Regenbogen. Und da kam er auch schon. Da dachte ich: He, lieber Gott, diese Kommunikation ist zu direkt, die macht mir ein bisschen Angst. Das war wie ein Wunder.»

Der Glaube ist im Leben eine Hilfe

Elisabeth Lanz ist überzeugt, dass der Glaube an Gott auch in schwierigen Zeiten hilft. Zudem findet sie eine positive Lebenseinstellung wichtig: «Dass ich in einem Loch hocke, gibt es schon, aber ich erlaube es mir nicht lange. Ich bin ein bisschen allergisch, wenn es heisst: Folge deinem Gefühl. Das glaube ich überhaupt nicht! Im Gegenteil, ich kann meine Gefühle in den Griff kriegen. Als mein Vater im Sterben lag, musste ich vor der Kamera lustige Szenen spielen, und ich habe gemerkt: Ich kann das. Ich kann mich entscheiden: Wann gehe ich in die Trauer und in den Schmerz, und wann tue ich am Set so, als wenn nichts wäre. Ich bin diejenige, die das steuert. Auch der Glaube ist für mich in der Not eine grosse Hilfe. Ich bete dann, aber nicht im Sinne von: Lieber Gott, hilf mir! Es hat eher etwas damit zu tun, alles loszulassen und abzugeben. Die höchste Kunst des Betens ist für mich, innen ganz leer zu werden.»

Nicht zu Vergeben, ist anstrengend

Ein Glaubensgrundsatz prägt die Schauspielerin besonders: Vergebung. «Ich bin ein emotionaler Mensch. Wenn ich streite, kann es richtig krachen. War ich ungerecht, entschuldige ich mich. In erster Linie muss ich mir selbst verzeihen und kann nur beim nächsten Mal drauf achten, dass ich nicht wieder ausflippe und wieder so eine blöde Gans bin mit diesem schrillen Ton, ich mag das ja selber nicht. Hat mir jemand Schmerzen zugefügt, fällt es mir relativ leicht, das zu verzeihen. Ich bin kein nachtragender Mensch, das ist mir viel zu anstrengend. Es macht etwas mit mir, wenn ich nachtragend bin, das verhärtet mich. Ich habe das Bedürfnis, generell in einem Verzeihens-Zustand zu sein.»

Ihren persönlichen Glauben findet Elisabeth Lanz am ehesten im Gebet des Heiligen Franziskus wieder: «Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst...»

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Datum: 04.08.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch, chrismon.de, kirche-bremen.de

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