Friedemann Schwinger

«Der drückende Rucksack war mit einem Mal weg»

Friedemann Schwinger aus Dresden wächst in einem christlichen Elternhaus auf, aber was eine Beziehung zu Gott bedeutet, erfährt er erst später. Durch die Freundschaft zu Jesus findet er zu einer inneren Freiheit.

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Friedemann Schwinger
Eine Maus, die in einer Keksdose aufwächst, ist deswegen kein Keks. Ein Mensch, der in einem christlichen Elternhaus gross wird, ist deswegen noch kein Christ. Ich wusste manches über Gott. Dass man nicht stehlen sollte, war mir klar – andere dazu anstiften fand ich noch in Ordnung. Mir fehlte der Kontakt zu Jesus. Ewiges Leben war mir fremd.

Gott kann man kennenlernen

Dann traf ich Christen, die davon sprachen, dass man Gott begegnen kann. In einem Gottesdienst ging es um unser Innenleben und was es in uns finster macht. Das fand ich spannend. Ich sass allein in einer Kirchenbank, Zettel und Stift vor mir. Es waren Fragen, durch die Gott anfing, leise mit mir zu reden.

Ich schrieb auf, was mich von ihm trennt, wo ich in seinen Augen schuldig bin. Es waren keine schlimmen Dinge, aber ich spürte, dass ich vor Gott Dreck am Stecken hatte und das war bedrückend. Ich wusste auf einmal, ich bin vor Gott nicht genug. Da reichte es nicht aus, gläubige Eltern zu haben. Es ging hier um mich und Gott und es war, als wäre eine Wand zwischen uns.

Freiheit durch Gott

Der Prediger riet uns, jemanden zu suchen und gemeinsam mit ihm beten. Um Gott alles zu sagen, was auf dem Zettel stand. Mir war das zu peinlich. Aber schliesslich rang ich mich doch durch, Gott zu beichten, was mein Gewissen belastet. Mir wurde Vergebung zugesprochen: «Jesus hat dir vergeben. Alles was du Gott bekannt hast, ist wie gelöscht – er kommt nie mehr darauf zurück.» Und dass das wahr ist, spürte ich sofort: Der drückende Rucksack war mit einem Mal weg. Danach betete ich: «Jesus, komm in mein Leben. Ab heute gehören wir zusammen, du und ich.» Ich war so frei. Und genau das ist, wie ich meine Grunderfahrung mit Gott beschreiben würde: Freiheit!

Leben mit Jesus

Seit diesem Erlebnis habe ich Frieden mit Gott und bin gelassener geworden. Ich weiss, dass mein Leben nicht mit dem Tod endet. Manchmal komme ich in Situationen und merke: Das ist kein Zufall, hier hat Gott seine Finger im Spiel.

Immer wieder nehme ich Verbindung mit Jesus auf, in Schweigezeiten oder mitten in der Stadt, beim Bibellesen oder Beten. So habe ich auch seine Frage an mich entdeckt: Was willst du? Diese Frage Gottes macht mich lebendig und innerlich frei. Ich muss mich nicht mehr antreiben lassen von der Frage «Wann ist genug?» oder «Wie viel ist genug?». Ich muss nicht funktionieren. Ich darf selbst herausfinden, was ich eigentlich möchte und darf ich sein. Jesus zu kennen und mit ihm zu leben, zeigt, was wirklich wichtig ist. Er macht lebendig und frei.

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Datum: 15.05.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / mystory.me

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