Im Produktionsstress

Wie «Thunderbird» Vic Andersons Frieden fand

Er gehörte zu den wichtigen Produzenten der in den 1960er-Jahren prominenten, auch im deutschsprachigen Raum ausgestrahlten, britischen TV-Serie «Thunderbirds»: Vic Andersons. Der harte Terminplan führte zu Alkohol und übermässigem Rauchen. Bis er feststellte, dass ein Mitarbeiter seinen Stress völlig anders verarbeiten konnte.

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Vic Anderson
22 Jahre alt war Vic Andersons, als er im August 1967 sein Leben völlig veränderte: Die von ihm mitgestaltete britische Serie «Thunderbirds», die auch auf «ARD» zu sehen war, erreichte ihren Höhepunkt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade zwei aufreibende Produktionsjahre der beliebten Marionetten-Science-Fiction-Serie hinter sich.

Nun widmete er sich jeweils bis Mitternacht der Reihe «Captain Scarlet and the Mysterons». Er war Teil der Produktionsstätte «Gerry & Sylvia Anderson» und hatte davor an Projekten wie «Supercar», «Fireball XL5» und «Stingray» mitgewirkt.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

All diese Puppen-Serie waren zu der Zeit überaus populär – sie wurde weltweit ausgestrahlt. Vic Anderson, erst 22, hatte eine grosse Zukunft vor sich; er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Doch wie andere auch, begann er physisch unter dem harten Terminplan zu leiden an. Viel rauchen und trinken war einer der Mechanismen, die sich einschlichen, um den Stress zu bewältigen – doch dies half letztlich nicht. Er wusste, dass er etwas anderes brauchte.

Nach Geburt zur Seite gelegt

Vic war nach dem Zweiten Weltkrieg als eines von sechs Kindern zur Welt gekommen. Als Zwilling geboren, wurde er von der Hebamme zur Seite gelegt, man meinte, er sei tot. Sein Arm war gebrochen und er schien nach der schweren Geburt auch nicht zu atmen. Doch nach ein paar Minuten stellte seine Tante fest, dass sich das über ihn gelegte Tuch bewegte. Vic hatte von selbst zu atmen begonnen…

Schon früh wurde sein künstlerisches Talent entdeckt und er stiess bereits in jungen Jahren zu einem Produktionsteam, das Kinderprogramme entwickelte.

Der Mann, der keine Zigaretten brauchte

1967, in der anstrengenden Zeit, stiess der neue Mitarbeiter Peter zum Team. «Etwas in seinem Leben war völlig anders als bei mir. Er war ein guter, gesunder Mann und er erzählte mir von der Liebe Gottes, die er durch Jesus und dessen Tod am Kreuz gezeigt hatte und durch die er mir die Sünde nahm.»

Es schien auch, dass Peter weder rauchen noch trinken musste, um den Stress ertragen zu können. Als Kind war Vic zwar in die Sonntagsschule gegangen, doch den Frieden, den Peter hatte, den fand er nicht.

Die Wende

Bereits stellten sich bei Vic konstante Kopfschmerzen ein. Peter lud ihn zu einem Gemeinde-Event ein und Vic begleitete ihn. Der Abend verlief völlig anders als er vermutet hatte. Es war nicht ein langweiliger Kirchenevent und die meisten Anwesenden waren etwas älter als zwanzig Jahre. Manche von ihnen standen auf und erzählten ihre Lebensgeschichte.

Da waren welche, die früher Drogen genommen hatten oder die kriminell gewesen waren. «Doch eines hatten sie alle gemeinsam: Sie wurden durch Jesus Christus frei. Und ich erkannte, dass er auch für mich die Antwort war.»

Zuletzt wurde gefragt, ob da jemand ist, der sein Leben Jesus Christus gegeben will. Vic wollte. Zudem stellte er fest, dass am gleichen Abend Terry, ein guter Freund von ihm, der für «Century 21» arbeitete, ebenfalls dabei war – und den gleichen Entscheid fiel.

Offizieller Botschafter Gottes

Innerhalb weniger Wochen verschwanden die Kopfschmerzen. Die Arbeit war immer noch hart, doch Vic konnte nun anders damit gehen. Der innere Frieden und die die innere Stärke sowie die Gespräche und Gebete mit Peter und Terry halfen in der Zeit des Stresses. Noch bis 1970 arbeitete Vic Andersons in der Firma, dann folgte eine neuer Job beim TV-Sender «ABC».

Jahre später trat er in den vollzeitlichen, christlichen Dienst ein. Und inzwischen – offiziell pensioniert – spricht er noch immer bei Vorträgen über die «Thunderbirds» und arbeitet für die Bibelverteiler der «Gideons», welche die Bibel in Gefängnisse, Schulen, Hotels, Spitäler und an andere Orte bringt.

Zum Thema:
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Datum: 15.04.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch/reallifestories

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