Von der Schlange zum Kreuz

«Ich wurde als Göttin verehrt»

Viele Jahre galt Nagamma in ihrem indischen Dorf als eine Gottheit. Von den Opfern, die ihr als Schlangengöttin dargebracht werden, ernährt sie ihre ganze Familie. Doch dann träumt die junge Frau eines Nachts von Jesus. Und das stellt alles auf den Kopf.

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Nagamma (links) erhält eine Bibel
Mein Vater war ein führender Hexenmeister, er praktizierte schwarze Magie. Mich nannte er Nagamma, das bedeutet «Mutter Schlange». Von klein auf lehrte er mich, unsere Götter anzubeten und unterrichtete mich in Zauberei. Meine Lieblingsgötter waren Schlangen. Schon als Kind ging ich zu ihren Höhlen und Nestern um sie mit Milch zu füttern. Für die vielen Schlangengötter gab es eine Tempelstätte unter einem Feigenbaum.

Ein Schlangenbiss und schwarze Magie

Mit zwölf wurde ich von einer Schlange gebissen, gerade als ich sie füttern wollte. Meine Eltern brachten mich zu einem Medizinmann, der durch Zauberei das Gift aus meinem Körper entfernte. Er hatte Erfolg, ich starb nicht, aber ich hatte mich völlig verändert. Ich fing an, mich wie eine Schlange zu bewegen und suchte immer die Nähe des Schlangenaltars. Auch meine Hautfarbe war anders, als vor dem Biss.

Mein Vater verkündete allen, dass ich zu einer Schlangengöttin geworden bin und es dauerte nicht lange, da glaubten ihm alle.

Ein neues Leben als Gottheit

Aus der ganzen Umgebung kamen Menschen zu mir, warfen sich vor mir nieder und brachten mir Milch, Früchte und Blumen als Opfergaben. Man bezahlte mich, dass ich sie segne. Ich wurde regelrecht berühmt. Viele baten mich in ihre Häuser zu kommen, um dort Zauberformeln für Segen und Schutz zu sprechen. Meine Eltern machten ein gutes Geschäft mit mir.

Eines Tages kamen Christen in unseren Ort und erzählten mir von Jesus. Aber mein Vater wies sie zurecht, dass sie mir lieber Ehre und Anbetung erweisen sollten. Ich bräuchte keinen Gott, ich wäre ja selbst einer.

Die böse Macht in mir

Wenig später geschah etwas Unheimliches. Ich war in ein Haus eingeladen und vollzog einen Zauberritus, als ich einen schrecklichen Impuls bekam. Eine Stimme sagte mir, dass in diesem Haus ein grosser Schatz versteckt wäre. Um ihn zu finden, sollte ich das Neugeborene der Familie opfern. Ich war geschockt und entschied mich, nichts zu sagen um das Kind zu schützen. Ich unterbrach die Zeremonie und verliess das Haus.

Jesus bei mir

In der darauf folgenden Nacht hatte ich einen Traum. Ein leuchtender, wunderschöner Mann kam zu mir und setzte sich neben mich. Mein Zimmer wurde durch sein Licht so hell, dass keine Finsternis mehr Raum hatte. Der Mann zeigte mir seine Hände, sie trugen tiefe Narben. Dann sagte er zu mir: «Meine Tochter, du bist wertvoll für mich. Ich bin dein Herr und Gott. Ich schenke dir den Schatz des Friedens und des ewigen Lebens. Der Dieb kommt nur um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Ich aber bin gekommen um das Leben in Fülle zu bringen.» Ich wusste ganz klar, dass dieser Mann Jesus ist und die Wahrheit sagt. Noch in meinem Traum kniete ich nieder und bat ihn, in mein Leben zu kommen.

Am nächsten Tag lief ich zum Schlangentempel und zerstörte dort alle Götter und den Altar. Meine Eltern und die Dorbewohner waren entsetzt. Sie erklärten mich für verrückt, fesselten mich an einen Baum und schlugen mich. Doch ich konnte nicht leugnen, dass Jesus die Wahrheit ist.

Auch heute noch weiss ich, dass Jesus der Weg zum Leben ist. Ich habe mich taufen lassen und den Namen Maria angenommen. Und ich setze mich dafür ein, dass auch andere Menschen in Indien Jesus kennenlernen.

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Datum: 29.04.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / Pciniraj.com

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