Gregory Porters Erweckung

Revival: Das Lied mit perfektem Timing

Der treibende Groove von Gregory Porter gab mir bereits vor der Corona-Krise Energie im Alltag und begleitet mich bis heute. Revival: Wiederbelegung, Erweckung oder sogar Wiedergeburt ist das Gebot der Stunde; nach wochenlang seichtem Plätschern ist sprudelnd neues Leben angesagt – doch, in Weisheit und Ehrfurcht.

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Gregory Porter (Bild: Instagram)
«Aber Du hebst mich höher. Aus dem Feuer, aus den Flammen. Ich verlor das Gefühl, aber du gibst mir wieder Sinn. Ich singe Revival!» Dies ist der vielsagende Refrain, der sich durch das ganze Lied zieht. Und wenn man noch die beschwingte, kraftvolle Soul-Musik dazu hat, kann man wirklich einen Energie-Schub erleben.

Der angesagte und preisgekrönte Jazz-Sänger Gregory Porter macht mit seinen aktuellen Liedern Mut für die Zukunft und klare, freudige Ansagen für ein Leben mit Gott.

Gabe des Liedes, Lebens und Lobens

Es ist eines der Lieder, die bei Jahresbeginn die Charts erobert hatten und zurzeit in vielen Radio-Stationen zu hören sind: «Revival». Am 20.Mai 2020 hatte der Musik-Clip auf Youtube rund 2'849'600 Clicks erreicht.

So meldet sich der Jazz- und Soulsänger Gregory Porter mit dem neuen Album «All rise», wozu jedoch erst Single-Veröffentlichungen laufen. Das Gesamt-Werk erscheint, aus bekannten Gründen verzögert, erst im August. Auch die aktuelle Single «Thank you» sorgt für gute Laune, nach unsrem gemässigten «Lockdown» und der gedämpften Gemüts-Stimmung. Dankbarkeit gegenüber Gott, als Heilmittel für eine glückliche Wiederbelebung.

Gospel, Grammy-Award und gegen Rassismus

In der Kirche von Bakersfield, USA, hatte der Mann mit Ballon-Mütze bereits als Kind mit der Mutter Gospel gesungen. Statt sich davon abzuwenden und seine bombastische Karriere zu geniessen, steht er zu seinen geistlich-musikalischen Wurzeln, fröhlich und kompromisslos.

Für den 48-Jährigen kam der Durchbruch im Jahr 2010 mit seinem Debut-Album «Water», worauf er mit «Liquid Spirit» 2014 seinen ersten Grammy-Award für das beste Jazz-Gesangsalbum des Jahres abräumte.

Nun hat sich Gregory Porter als Songwriter zurückgemeldet und das gefällt mindestens ebenso, wie ihn als Sänger zu erleben. Die Lieder sind dynamisch und eingängig süffig.

Thematisch steht er auch gegen das Rassenproblem in Amerika auf, nicht zuletzt, weil sein Bruder 1980 angeschossen wurde, wobei damals die ganze Familie Opfer rassistischer Übergriffe wurde.

Wiederbelebung mit Weisheit

Das Wort «Revival» kann für Wiederbelebung, Belebung, Erweckung, Neubelebung oder Wiedergeburt gebraucht werden. Nach der Zeit, wo alles ruhiger und der Alltag mit weniger Action verbracht wurde, ist jetzt wieder ein Rauffahren des Lebens angesagt.

Freuen wir uns über die Neubelebung und Freiheit, die sich wieder eröffnet. Nach viel Sitzleder auf dem Bürostuhl oder dem TV-Sessel können wir wieder die Glieder zu strecken und den ganzen Body in schwingende Bewegung bringen – wie ein fliegender Adler die frische Luft ganz ungezähmt geniessen; so heisst es auch im Lied.

Doch es braucht nun die Weisheit Gottes, dass wir nicht kopflos losrennen und wieder ins  gnadenlose Hamsterrad geraten, wie zuvor. Lebendig sein heisst nicht leerer Aktivismus, sondern an der Lebensquelle Gottes angeschlossen zu leben, wo wahres Leben fliesst, wo Früchte wachsen, aber auch tiefer Friede und Ruhe zu finden ist. Packen wir die aufgetauchte Chance, um unser Leben mit all seinem Reichtum, aber auch viel unnötigem Ballast, neu zu justieren.

Auch topaktuell: «Lord, I thank you!»

Die neuste Single-Auskopplung «Thank you» ist ein jazziges Gospellied mit Zeilen wie: «Du öffnest meine Augen, jetzt kann ich sehen, Dein Licht strahlte mich an, Du hast mich an den Platz gestellt, wo ich hingehöre, alles, was ich lebe, lebe ich in Deinem Namen, Du inspirierst mich… Herr, ich danke dir!»

Am Lied-Schluss singt er einen Teil aus seiner Biografie
und gibt so Zeugnis, als er neun-, zehnjährig sein Leben mit Jesus begann – dem A und O.                                                                                         .

Es erinnert stark an die grossartige «Queen of Soul» Aretha Franklin, welche auf ihrem Karriere-Höhepunkt einen Live-Gottesdienst zelebrierte, sich damit bei ihrem Schöper-Gott bedankte und somit das meistgekaufte Gospel-Album aller Zeiten erschuf (Livenet berichtete). «Du gabst mir wieder Sinn – ich danke dir, Herr!»

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Datum: 22.05.2020
Autor: Roland Streit
Quelle: Livenet

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