Die Kraft des Betens

«Unternehmer ohne Gott handeln fahrlässig»

Gebet hat eine grosse Wirkung. Dessen ist sich der Unternehmer und Grossrat Markus Wenger bewusst. Gott hilft bei Entscheidungen, schenkt innovative Ideen und verhilft zur richtigen Perspektive.

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Markus Wenger
Am 1. Januar 2019 übergab Markus Wenger (62) die Leitung seines Geschäfts seinen Nachfolgern. Die Übergabefeier erfolgte in der Reformierten Kirche, unter Mitwirkung einer Pfarrperson. Seine Nachfolger zu segnen war Wenger wichtig. Die Idee einer kirchlichen Feier kam nicht so überraschend. Schon vor Jahrzehnten hatte er die Bedeutung des Gebets erkannt.

Gottes Führung in der Geschäftswelt erleben

«Der Firma geht es gut!», hält Wenger dankbar fest. Nicht, dass sich Wenger Fenster durch finanziellen Erfolg von der Konkurrenz abheben würde – aber es geht ihr gut. Sowohl finanziell, als auch was das Arbeitsklima betrifft. Das Wohlergehen der letzten Jahrzehnte führt Markus Wenger auf Gottes Segen zurück. Er ist sich bewusst, auf die Hilfe des Allmächtigen angewiesen zu sein und rechnet ganz praktisch mit dessen Eingreifen.

Als die Firma einmal einen weiteren Projektleiter brauchte, wurde das Anliegen vor Gott gebracht und dann mit dem Erstellen eines Inserats begonnen. Bevor dieses fertig war, kam eine Blindbewerbung rein. Der Bewerber erfüllte perfekt alle Anforderungen und spätestens nach dem Vorstellungsgespräch war klar: Dieser Mann ist von Gott geschickt.

Gottes Führung erlebte die Firma, als sie 1994 ihre Räumlichkeiten vergrössern musste. Nachdem die ersten Baupläne gescheitert waren, kam die Anfrage, ob sie nicht eine Firma in Wimmis übernehmen wollten. «Die Sache war nicht vielversprechend. Allein aus Anstand besichtigen wir die Firma,» erzählt Markus Wenger. «Doch dann merkten wir, wie Gott Türen öffnete.» Einige Jahre später wurde die volle Bedeutung des Wechsels von Blumenstein nach Wimmis sichtbar. «Wären wir in unserem ersten Bauplan erfolgreich gewesen, wäre die spätere, positive Entwicklung der Firma nicht möglich gewesen.»

Gott ist innovativ

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Markus Wenger
Markus Wenger war gerade mit dem Zug unterwegs. Irgendwo zwischen Olten und Bern sah er vor seinem inneren Auge plötzlich das Bild eines Fensters mit einer ganz neuen Geometrie. Als er seiner Familie davon erzählte, waren alle sehr schnell begeistert. So wurde das Eiger-Fenster entwickelt, welches Räume mit bis zu 25 Prozent mehr Licht versorgte. Für Wenger Fenster wurde das Produkt zu einem grossen Erfolg.

Ein anderes Mal war Wenger unterwegs und mit einer Person im Gespräch. Da hatte er plötzlich die Idee für die Entwicklung eines speziellen Dachfensters. So kommt es vor, dass Ideen für neue Entwicklungen einfach plötzlich da sind. «Bahnbrechende Entwicklungen wie das Eiger-Fenster oder die Dachverglasung begannen mit einer zugefallenen Idee», fasst Wenger zusammen und bezeichnet diese Ideen als «Geschenke des Himmels».

Auf Gott angewiesen

Unternehmer müssen oft Entscheide über Investitionen mit langen Amortisationszeiten treffen. «Oft ist es unmöglich vorauszusehen, was in der Zukunft kommen wird. Deshalb sind wir auf die Führung des Heiligen Geistes angewiesen.» Wenger ist sich seiner Abhängigkeit von Gott bewusst. Und er hat wiederholt erlebt, wie Gott Ideen schenkt und Entscheide beeinflusst. «Unternehmer sein und nicht Christ, das ist fahrlässig,» ist er überzeugt. «Denn wir müssen Entscheide weit über das hinaus treffen, was wir menschlich einschätzen können.» Deshalb ist Gebet unerlässlich.

Aktiver Glaube im Berufsalltag

Irgendwann wurde es Markus Wenger wichtig, sich für benachteiligte Menschen einzusetzen und ihnen eine Jobmöglichkeit anzubieten. Er tat dies, weil Gottes Liebe ihn drängte und nicht, weil er mit seinem Engagement wahrgenommen werden wollte. Dass Wenger Fenster dann doch einige Auszeichnungen entgegennehmen durfte, freute den damaligen Chef selbstverständlich. Die höchste Ehrung bestand im «Swiss Award for Business Ethic».

Für Wenger ist neben dem sozialen Engagement auch eine korrekte Finanzpolitik wichtig. «Als junger Unternehmer wurde ich öfters mit der Frage nach Schwarzgeld konfrontiert. Natürlich ist es verlockend, wenn gewisse Geldbeträge nicht auf dem Lohnausweis erscheinen.» Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass der «Fehler» auffliegt, verschwindend gering ist, trat Wenger von Anfang an für eine 0-Prozent-Toleranz bei Schwarzarbeit ein. «Gottes Segen ist mehr Wert als die Aussicht auf grösseren Gewinn.» Dazu gehört auch, die Kunden in keiner Weise zu übervorteilen.

Christliches Engagement ist gefragt

Markus Wenger ist leidenschaftlicher Unternehmer, in erster Linie aber Christ. Sein Glaube soll nicht nur die Berufswelt, sondern auch die Familie und jeden Bereich des Lebens durchdringen. Als Wenger für den Gemeinderat in Blumenstein angefragt wurde, sagte er zu. Nach dem privaten Umzug nach Spiez führte er sein politisches Engagement fort und landete irgendwann auch im Grossrat. Mit der EVP hat er eine Partei gefunden, die seinen Überzeugungen entspricht. Doch ganz abgesehen von der Parteizugehörigkeit gelte es, so der Berner Oberländer, Gottes Willen fürs Land zu suchen. «Nicht nach rechts oder links blicken, sondern allein auf Jesus Christus», so lautet sein Motto.

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Datum: 30.08.2019
Autor: Markus Richner-Mai
Quelle: Livenet

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