Allianzgebetswoche 2018

Tag 7: Priscilla & Aquila - Geflüchtete werden zum Segen

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Vom 14. bis 21. Januar stehen Christen auf der ganzen Welt im Rahmen der Allianzgebetswoche zusammen und beten für aktuelle Anliegen. Livenet publiziert dazu täglich einen Gedankenanstoss.

Apostelgeschichte, Kapitel 18, Vers 26: Er fing an, frei und offen zu predigen in der Synagoge. Als ihn Aquila und Priszilla hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.

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Biblelettering zu Tag 7
Aquila und Priscilla sind lateinische Namen, doch der Mann und die Frau, die diese Namen tragen, waren jüdischer Herkunft. Zumindest Aquila kam, geografisch gesehen, aus der nordanatolischen Diaspora am Schwarzen Meer in der heutigen Türkei. Priscilla, deren Name sich manchmal in seiner Kurzform Priska findet, war wahrscheinlich eine aus Rom stammende Jüdin (vgl. Apostelgeschichte, Kapitel 18, Vers 2). Sie waren jedenfalls aus Rom nach Korinth gekommen. Der Grund für die Umsiedlung nach Korinth war die Entscheidung von Kaiser Claudius gewesen, die in Rom wohnenden Juden aus der Stadt auszuweisen. Lukas berichtet uns, dass sie dem gleichen Handwerk nachgingen wie er, dass Paulus bei ihnen blieb und arbeitete und jeden Samstag evangelisierte (Apostelgeschichte, Kapitel 18, Verse 1-4). Dieses Ehepaar, das Rom verlassen musste, wurde zum anfänglichen Herzstück der grossen Gemeinde in Korinth. Nach anderthalb Jahren zog das Missionars-Trio nach Ephesus, wo Paulus seine Aposteltätigkeit fortsetzte (Apostelgeschichte, Kapitel 18, Verse 18-19). Im ersten Jahrhundert waren Verfolgung und Exil die Umstände, die Gott benutzte, um im Römischen Reich Gemeinden zu gründen. Als Paulus seinen Brief an die Römer schrieb, waren Priscilla und Aquila wieder zurück in Rom und in ihrem Haus traf sich eine Gemeinde. In den Grussworten, die Paulus an die Gläubigen in Rom richtet, bezieht er sich voller Zuneigung auf das Missionarsehepaar und beschreibt sie als seine «Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mein Leben ihren eigenen Hals hingehalten haben, denen nicht allein ich dankbar bin, sondern auch alle Gemeinden der Heiden» (Römer, Kapitel 16, Vers 4).

Lasst uns für missionarische Berufungen beten!

Im heutigen Europa bleibt Migration, ob freiwillig oder erzwungen, ein Weg, den Gott auch zur Ausweitung der Gemeinde benutzt. Zusammen mit den Missionaren, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das Evangelium zu verkünden und neue Nachfolger Jesu zu schulen, gibt es Tausende von Freiwilligen in der Mission, die wie Priscilla und Aquila ihre Unterkunft, ihre Zeit, ihren Dienst und ihre geschwisterliche Liebe der Ausbreitung des Reiches Gottes widmen. Lasst uns beten, dass der Herr weiterhin missionarische Berufungen ausspricht und gewöhnliche Alltagschristen wie Priscilla und Aquila mobilisiert. Gott hat es ermöglicht, dass ihre Geschichte in der Apostelgeschichte erwähnt wird, damit wir heute von ihrem Beispiel lernen können.

Johannes Müller, Pastor & Leiter des Lighthouse Projekts, Bremen

Danken

  • Für Gottes Führungen im Leben einzelner Menschen, die er herausgeführt und berufen hat, ein Segen für andere zu sein.
  • Für unsere Lebensumstände, ob leicht oder schwierig, denn alle Dinge dienen zum Besten (Römer, Kapitel 8, Vers 28).

Bekennen

  • Dass wir mehr unsere Lebensperspektive und -umstände im Fokus haben, als den grossen Rettungsplan Gottes, der für alle Menschen dieses Planten gilt.
  • Dass wir Gott oft nicht alles, was wir sind und haben, zur Verfügung stellen.

Bitten

  • Für alle Missionare, die ihr Leben in einer anderen Kultur für das Reich Gottes einsetzen.
  • Dass wir selber mit Glaubensmut von unserem Glauben zeugen - dort wo wir wohnen, arbeiten und leben.

Wichtige Links:
Gebetsbroschüre herunterladen
Allianzgebetswoche

Datum: 20.01.2018
Autor: Johannes Müller
Quelle: Schweizerische Evangelische Allianz SEA

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