Aus dem Mund der Kinder...

5-Jähriger lädt Obdachlosen zum Essen ein – und lehrt alle eine Lektion

Wie alt muss man sein, um andere Menschen zum Nachdenken zu bringen? In den USA schaffte das kürzlich ein 5-jähriger Junge. Mit Hilfe seiner Mutter lud er einen Obdachlosen in ein Restaurant ein – was dann geschah, brachte alle Anwesenden zum Weinen.
Josiah Duncan
Josiah Duncan mit seiner Mutter Ava Faulk

Als der 5-jährige Josiah Duncan am Strassenrand einen Obdachlosen sah, löcherte er seine Mutter, Ava Faulk, mit Fragen: Was bedeutet obdachlos? Wo ist sein Haus? Wo wohnt seine Familie? Wo bewahrt er seine Lebensmittel auf?

Lautstarkes Tischgebet

Die Antworten der Mutter beschäftigten Josiah so sehr, dass er seine Mutter bat, den Mann zum Essen in ein nahes Restaurant einzuladen. Als sie im Waffle House am Tisch sassen und niemand den schmutzigen, verwahrlosten Mann bedienen wollte, holte Josiah ihm direkt eine Speisekarte – die würde er zum Bestellen brauchen. 

Der Mann bestellte seinen Hamburger, doch bevor er hineinbeissen konnte, stoppte ihn der kleine Junge. «Ich wollte mit ihm für das Essen danken», erzählte Josiah hinterher dem Fernsehsender WSFA-News. Vor allen anderen Gästen faltete er zusammen mit dem Obdachlosen die Hände und sprach lauthals: «Gott, unser Vater, wir danken dir für das viele, das du uns schenkst. Amen.» Ava Faulk berichtete im Interview mit WSFA: «Der Mann weinte. Ich weinte. Jeder im Restaurant weinte.»

Eines der grössten Erlebnisse für eine Mutter

Der mittellose Mann ass sich satt und machte sich dann wieder auf den Weg. Doch auch die anderen Gäste des Restaurants, vor allem aber die Mutter von Josiah, berührte diese Begegnung sehr. «Man weiss nie, wer auf dieser Erde ein Engel ist, und wenn sich die Möglichkeit bietet, Gutes zu tun, sollte man niemals davor davonlaufen», erklärt Ava Faulk. «Zu sehen, wie mein Sohn die elf Leute im Waffle House berührt hat, ist wohl eines der grössten Erlebnisse, das ich als Mutter überhaupt haben kann.»

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Datum: 28.05.2015
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / WSFA

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