Atheisten forderten Verbot

Wie sich ein Gebetsverbot zum Positiven gewendet hat

Auf die Beschwerde einer atheistischen Stiftung hin, verbot eine Schule in Georgia ihren Lehrern und Trainern, mit den Schülern zu beten. Doch die Trainer gaben nicht klein bei. Und in weniger als einem Monat haben sich die Teilnehmer der Gebetsrunde vervierfacht.

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John Small mit seinem American-Football-Team
Alles begann mit einem Schreiben der atheistischen Stiftung «Freedom from Religion» FFRF (Freiheit von der Religion), die sich über ein Video beschwerte, in dem der Football-Trainer der East Coweta High School in Georgia, John Small, vor dem Spiel seine Hand auf die Spieler legt und mit ihnen betet. Dies dürfe er als Angestellter der Schule nicht, hiess es im Schreiben, es ginge gegen die Konstitution der USA.

«Niemand kann sagen, ob ich bete oder nicht»

Um die Wogen zu glätten, formulierte der Anwalt der Schule Ende Oktober ein Memorandum, wonach es zwar Schülern erlaubt ist, zu beten, den angestellten Lehrern dagegen nicht, wenn sie in ihrer offiziellen Tätigkeit als Lehrer anwesend sind. Lehrer dürfen weder laut beten, noch ihren Kopf zum Gebet neigen.

Doch Trainer John Small und sein Team gaben nicht klein bei. Während die rund 100 Spieler das traditionelle Gebet vor dem Spiel beibehalten haben, stellt sich nun auch das Coaching-Team mit dazu. «Wir dürfen nicht mitten drin sein, aber wir haben das Recht, bei unseren Spielern zu sein», erklärte Small gegenüber The Christian Post. «Wenn ich meinen Kopf neige, kann mir niemand sagen, was ich grad denke. Ich leite das Gebet nicht, ich bin einfach da, um meine Kids zu unterstützen. Niemand kann sagen, ob ich bete oder nicht.» Dies wird auch von der Schulleitung unterstützt.

Schüler übernehmen Verantwortung

Doch während die FFRF ihr Verbot durchsetzen konnte und das Ziel verfolgte, damit die Religion und insbesondere das Christentum zu schwächen, ist das Gegenteil eingetroffen. Zunächst organisierte «The Fellowship of Christian Athletes» FCA (Gemeinschaft Christlicher Athleten) einen Gebets-Event im Stadion der Schule.

«Dies ist ein geistlicher Kampf», erklärte der Leiter von FCA, Rob Brass. Und das erste, wozu Christen in diesem Kampf berufen seien, ist das Gebet, so Brass. «Wir mögen es nicht, wenn die Trainer nicht mit ihren Spielern beten dürfen. Das ist ganz klar. Aber wenn es so laufen muss, dann zwingt das in gewisser Weise die Kinder und Jugendlichen in die Leitungsrolle, um diese Bewegung von Christus voranzutreiben und die Flagge selbst zu tragen. Und etwas vom Schönen ist, dass die Kids wirklich Verantwortung und Leitung übernehmen.»

Von 100 auf 400 Schüler gewachsen

Früher trafen sich vor dem Spiel rund 100 Spieler zum Gebet – heute sind es 400 Schüler, die gemeinsam beten. Für Trainer Small ist das ein grosses Geschenk. «Ich glaube, dass durch die Organisation FFRF, was auch immer sie durch das Verbot erreichen wollte, eine erstaunliche Gegenreaktion passiert ist: Wenn du Teenagern sagst, dass sie etwas nicht tun dürfen, dann werden sie es sicherlich tun. Und so hat sich das Ganze wirklich in etwas Positives gewendet, denn letzten Endes versuchen wir, den Schülern Leiterschaft beizubringen. Sie sollen Verantwortung übernehmen – und das haben sie in diesem Fall sicher getan.»

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Datum: 22.11.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / The Christian Post

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