Er wartete 24'324 Minuten

Was wir von Dennis Diekmeier über die Geduld lernen können

Er wartete 293 Profispiele auf seinen ersten Torerfolg – das ist Bundesligarekord. Von Abwehrspieler Dennis Diekmeier können wir Geduld lernen. Daraus lässt sich zudem eine wertvolle, biblische Lektion entnehmen.

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Dennis Diekmeier (Bild: Instagram)
«Zum Glück gibt es das Internet», scherzte Dennis Diekmeier gegenüber dem «Spiegel» nach seinem historischen Treffer für seinen SV Sandhausen, der in der 2. Bundesliga zum 1:0-Sieg über den SV Wehen Wiesbaden führte. Denn im Stadion waren – Geisterspiel-bedingt – natürlich keine Zuschauer zugegen.

Damit beendete der Captain des SV Sandhausen seine Rekordserie, wie die Zeitschrift nachgerechnet hat: 293 Spiele oder 24'324 Spielminuten musste Dennis Diekmeier auf seinen ersten Treffer warten, ein Rekord im deutschen Profifussball. Weder bei Werder Bremen, noch beim 1. FC Nürnberg oder dem Hamburger SV war ihm ein Tor vergönnt.

Dafür zeichnet er sich als vorzüglicher Verteidiger aus. «Endlich hat es mal ein Trainer erkannt, dass ich bei Standards vorne rein muss», witzelt Diekmeier nun nach seinem Treffer, der nach einer Standart-Situation erfolgte. Seine Frau und die vier Kinder jubelten überschwänglich. Und sein früherer Club, der Hamburgers SV, twitterte nun: «Glückwunsch zum ersten Profitor, Dieki!! Das hatte sich schon lange abgezeichnet.»

Geduld – bereits die Bibel ermutigt dazu

Diekmeier selbst hatte sich nie einen Kopf darüber gemacht, sondern sich einfach auf seine solide Abwehrarbeit konzentriert. Beim Warten auf das erste Tor zeigte er unglaubliche Geduld.

Daraus lässt sich allegorisch eine wertvolle Ermutigung aus der Bibel ableiten; denn bereits sie lädt dazu ein, geduldig und getreu zu sein. So beispielsweise im klassischen Kapitel über die Liebe, in 1. Korinther Kapitel 13, in den Versen 4 und 5: «Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu.»

Geduldig = weise

«Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit», erklärte der kluge Könige Salomo bereits lange Zeit vor Christus (Sprüche Kapitel 14, Vers 29). Auch doppelte er nach (Sprüche Kapitel 16, Vers 32): «Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.» Und etliche Jahrhunderte später, im Brief an die Epheser, schrieb Paulus: «In aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe.» (Epheser Kapitel 4, Vers 2)

Den Galatern riet Paulus ähnliches (Galater Kapitel 6, Vers 9): «Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.»

Getrosst und unverzagt

Und der Triumphator über Goliath, der während Jahren selbst zum Gejagten wurde, David, ermutigte trotz einer Phase der nagenden Ungewissheit: «Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!» (Psalm 27, Vers 14)

Trotz der schwierigen Zeit – seine Worte passen gerade auch in die gegenwärtige Phase der Erdgeschichte – hielt David fest (Psalm 30, Vers 6): «Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude.»

In verschiedenen Epochen des Buches der Bücher ist die Rede von Geduld – und auch davon, dass diese belohnt wird. Im Falle von Dennis Diekmeier bedeutete dies 293 Profispieltage ohne Treffer. In Ihrem Leben kann dies etwas ganz anderes sein.

Gott schenkt einem die Kraft, geduldig zu bleiben – und nicht selten beschenkt er uns gerade in Zeiten des Wartens mit ganz neuen Perspektiven und Gedanken.

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Datum: 29.05.2020
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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