Letzte Fragen

Linos Reise über den Fluss

Für viele ist das Sterben  und was danach kommt ein Tabuthema. Und genau darüber – über die letzten Fragen – schrieb Katharina Steiner ihr erstes Buch. Ihr Zielpublikum sind Menschen zwischen 9 und 99 Jahren.

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Katharina Steiner
Es war an einem ganz normalen Nachmittag vor rund sieben Jahren. Katharina Steiner, die damals als Heilpädagogin arbeitete, wurde von einer Frage überrascht: «Kommen eigentlich alle Menschen in den Himmel, wenn sie sterben?» Das zehnjährige Kind, das diese Frage in die Schule mitbrachte, musste mit einer unheilbaren Krankheit klarkommen und sah dem Tod ins Gesicht. «Die Frage des Kindes traf mich wie ein Pfeil ins Herz», sagt die heute 62-Jährige. Da war ein Kind mit einer brennenden Frage, aber die Antwort fehlte. Sie, die schon als Kind leidenschaftlich gerne schrieb, verstand das als Auftrag. Das Buch, das dabei entstand, richtet sich an kleine und grosse Menschen, die mit dem Sterben konfrontiert sind und nach Antworten suchen. Es ist für das Altersspektrum von 9 bis 99 Jahren – ein  Genre, das es bisher nicht gab. Buchhändler fragen sich: In welches Regal passt dieser Titel?

Biblische Wahrheiten

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Buchcover «Linos grosse Frage»
Katharina Steiner schrieb früher für ihre Adoptiv- und Pflegekinder öfters Geschichten, um ihnen darin Gott, die Welt und bestimmte Zusammenhänge aufzuzeigen. Doch jetzt brauchte sie mehrere göttliche «Anschubser», bis sie sich an diese Geschichte wagte.

Dass es eine mit gut 100 Seiten wurde, überraschte selbst die Autorin. Die Hauptfigur Lino wird von der Frage umgetrieben «Was kommt danach?». Dass er von Erwachsenen umgeben ist, die sich vor diesem Thema drücken oder schützen, macht die Sache nicht einfacher. Eigentlich kein Wunder, dass sich Lino mit seinem feinfühligen Kinderherz ausserhalb seiner sichtbaren Welt eine Antwort sucht, suchen muss. So führt ihn seine Reise auf die andere Seite des Flusses. Dort begegnet er Frieder, der in einem sonderbar friedlichen Land lebt. Die beiden werden Freunde. Der Mann, der sich als Friedefürst der Bibel entpuppt, lässt Lino einen Blick in einen geheimnisvollen Raum werfen, wo verschiedene himmlische Geheimnisse enthüllt werden.

Unbequeme Tatsachen

Das im Blaukreuz-Verlag erschienene Buch ist keine leichte Kost. «Obwohl ich die Geschichte selbst geschrieben habe, kommen mir bei Lesungen da und dort noch immer die Tränen», gesteht die vor Lebendigkeit sprühende Autorin. Das Buch beantwortet wichtige Fragen und wirft – wer es denn hören und lesen will – auch Schlaglichter auf unbequeme Tatsachen. Einen bestimmten Satz wiederholt Lino in ganz verschiedenen Situationen: «Es ist schon seltsam mit den grossen Leuten; sie scheinen keine grossen Fragen, immer viel zu tun und keine Zeit für Wichtigeres zu haben!» Katharina Steiner gibt unumwunden zu, dass auch sie, genau wie Lino, an der grossen Betriebsamkeit vieler Menschen leide. Ihr Buch sei herausfordernd, aber nicht moralisierend. Vor allem ist es gespickt mit Hoffnung.

Überrascht von Gott

Die ehemalige Lehrerin kam sich beim Schreiben wie ein Trichter vor: «Gott überraschte mich mit so vielen Wörtern, Sätzen und Ideen, dass ich immer wieder staunte.» Wer sich als Leser auf die fantasievollen, manchmal fast märchenhaften Schilderungen einlässt, entdeckt viele biblische Wahrheiten. Linos Reise ins Land der Freude und sein Blick ins Land der Liebe machen richtig Lust auf eine Beziehung zu «Frieder». Katharina Steiner ist sich bewusst: «Die Parabel von Lino und Frieder wird auch Kritiker aufs Tapet rufen.» Zuversichtlich begleitet sie das Buch mit Gebeten und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Menschen durch diese Geschichte zu einer Freundschaft mit Jesus Christus finden. 

Zum Buch:
«Linos grosse Frage»

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Datum: 24.11.2019
Autor: Helena Gysin
Quelle: idea Schweiz

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