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Schwierigkeiten als Chance

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Leben, nicht gelebt werden: Es hilft, Herausforderungen in die Augen zu sehen.
Hatte sie den falschen Mann geheiratet? Verena* konnte sich über seinen Hang zum Alkohol nicht mehr hinwegtäuschen. Als Mutter von drei kleinen Knaben brauchte sie seine Unterstützung. Es gelang nicht. Verena liess sich scheiden und zog die Buben allein auf. Ihr Glaube gab ihr Kraft. Bis heute hat sie sich ihr feines Lächeln bewahrt.

Ob wir selber den Weg eingeschlagen haben, auf dem Schwierigkeiten auftreten, oder ob uns ein harter Schlag trifft: Schweres gehört dazu. Das Leben ist kein Spaziergang. Wir sehen, dass auch Überflieger und Lebenskünstler tauchen. Jede und jeder steht vor der Frage: Wie wachse ich an meinen Schwierigkeiten?

Ausblenden und verdrängen geht auf die Dauer nicht. Besser ist, der Herausforderung nüchtern ins Auge zu sehen. Nehme ich Abhängigkeiten und Prägungen wahr, kann ich eher damit umgehen und mir Freiräume erarbeiten. Denn ich möchte leben, nicht gelebt werden. Einige Hinweise:

Beziehungen pflegen

Helfen macht Freunde. Wenn ich für Menschen da bin, darf ich hoffen, dass sie mir Rückhalt geben. Verena nimmt Anteil in fein empfundenen Briefen, die man nicht so schnell aus der Hand legt. Andererseits geht es in Beziehungen nicht ohne Spannungen ab. Schaffe ich es, sie zu mildern und zur Versöhnung Hand zu bieten?

Unmut beschränken

Kein Problem hat das Recht, meinen Lebenswillen lähmen. Bitterkeit ist wie ein innerer Mehltau und macht mich krank. Darum will ich ihr und anhaltendem Unmut die Tür weisen. So kann ich seelisch gesund bleiben. Die Balance stelle ich her, indem ich Positives, auch Ansätze dazu, wertschätze und mich daran freue. Schwarze Wolken halten Verena nicht davon ab, Momente zu geniessen. Zur seelischen Gesundheit hilft auch ein Lebensstil mit Ruhezeiten. Und zwischendurch brauche ich Abstand von den Problemen.

Geduld üben

Schon der weise Salomo wusste: «Ein Geduldiger ist besser als ein Starker.» Selten gelingt etwas auf Anhieb. Es gilt, trotz allem dranzubleiben, zu warten und die eigene Kraft besonnen einzusetzen.

Jesus Christus vertrauen

Der Mann aus Nazareth liess sich nicht unterkriegen. Den Menschen sah er ins Herz und liebte sie. Dabei ging er seinen Weg unbeirrt. Ich kann mich ihm anschliessen und auf seine Hilfe bauen. Paulus, einer der ersten Christen, sagt, woher seine Kraft stammt: «Alles vermag ich durch den, der mir die Kraft dazu gibt.»

Er kennt Jesus Christus als den Auferstandenen, als Sieger über den Tod - das beste Mittel gegen Mutlosigkeit.

Am Ende bin ich, was ich aus meinen Schwierigkeiten gemacht habe. Sie sind mir zum Wachsen gegeben. Das Schwere im Leben hat Verena nicht gebrochen, sondern reifen lassen. Kann es sein, dass ich äusserlich unterliege und innerlich an Festigkeit gewinne? Im Vertrauen auf Gott, der mich liebt und den Überblick hat, kann ich weitergehen und dem Ziel näherkommen.

* Name geändert


Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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