Heraus aus Unverbindlichkeit

Echte Freundschaft

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Echte Freunde – wer wünscht sich das nicht? Nicht nur nette Bekannte, sondern Menschen, denen man vertrauen kann und auf die Verlass ist. Doch wahre Freundschaft kostet auch etwas.

Viele gute Freundschaften entstehen bereits in der Jugend und als junger Erwachsener. Für jüngere Leute ist es meist einfacher, Freundschaften aufzubauen; das ergibt sich nebenher und fast wie von selbst während Schule und Ausbildung.

Nicht immer kann man solche Freundschaften in die Lebensmitte «hinüberretten». Doch da, wo solche Freundschaften weiterbestehen, sind sie manchmal dauerhafter als Liebesbeziehungen.

Freundschaft beginnt bei einem selbst

Es mag merkwürdig klingen, aber ist dennoch richtig: Wer sich Freundschaft wünscht, sollte auch sein eigener Freund sein und sich mit sich selbst auseinander setzen. Wenn ein Mensch Mühe hat, zu sich selbst ein Ja zu finden, der wird auch im Umgang mit anderen eher Signale der Ablehnung wahrnehmen und sich mit einer Freundschaft schwertun.

Ausgangspunkt dafür, dass man Menschen näher kennenlernt, sind oft gemeinsame Interessen. Aber ist nicht zwingend notwendig. Oft sind Unterschiede zwischen den Menschen zwar eine Herausforderung, aber sie machen eine Beziehung erst richtig interessant. Sie bringen zwar Spannung und Stress mit sich, aber sie sind auch Bereicherung.

Das Unverbindliche durchbrechen


Es ist manchmal gar nicht so leicht, aus einem eher oberflächlichen Freundschaft in eine tiefere Beziehung zu kommen. Wie geht das und welche Hürden muss man dabei nehmen?

  • Wir leben in einem Umfeld, in dem Freiheit einen sehr hohen Stellenwert hat. Das geht manchmal so weit, dass man den anderen möglichst jeden Freiraum lässt, um ihn ja nicht einzuengen oder zu beanspruchen. Doch auf einer unverbindlichen Basis entsteht keine tiefere Beziehung.
  • Im Unverbindlichen mit dem anderen zu bleiben, hat aber auch einen «Vorteil» für einen selbst: Wer sich nicht weit vorwagt, der kann auch kein Nein kassieren. Sich anderen anzuvertrauen, ist immer auch ein Wagnis.
  • Zu Freundschaft gehört Vertrautheit. Wer gerne über andere redet, auch mal abfällig, und vielleicht sogar ihm Anvertrautes weitererzählt, der muss sich nicht wundern, wenn andere eher auf Distanz bleiben.
  • Viele tun sich schwer damit, mit anderen über eigene Schwierigkeiten zu reden. Doch das gehört zu einer echten Freundschaft.
  • Und: Wer überall dabeisein und am liebsten mit jedem gut Freund sein will, der wird kaum tiefere Freundschaft erleben. Freundschaft kostet Zeit und fällt nicht vom Himmel. Freundschaft ist keine Massenware, sondern ein Einzelstück, an dem man länger arbeitet. Das geht nicht mit vielen Leuten zugleich.
  • Freundschaft hat auch praktische Konsequenzen: an den anderen denken und nach ihm fragen, ihm praktische Hilfe anbieten etc. Manche erleben die Grenzen einer Freundschaft vor allem dann, wenn es konkret wird und es etwas zu tun gibt.

Auch Jesus geht es um Freundschaft

Jesus bietet jedem Menschen Freundschaft an. Ja, Sie haben richtig gehört: Jesus sucht keine netten Bekannten, auch keine Befehlsempfänger, sondern Menschen, denen es um eine Beziehung geht, in der man echt ist und dem anderen nichts vormacht. Genau dafür ist Jesus gekommen. Das war seine Mission.

Film zum Thema:
«The Climb»

Datum: 12.08.2012
Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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