Erfüllt leben

„Wir haben keine Kinder“

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Etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller Paare sind ungewollt kinderlos.
„Wir sind seit fünf Jahren verheiratet und können definitiv keine Kinder bekommen. Der Arzt hat festgestellt, dass ich unfruchtbar bin. Langsam, aber sicher, haben mein Mann und ich uns unter viel Gebet und Tränen damit abgefunden. Doch in unserem Umfeld werden wir irgendwie bemitleidet. Das nervt mich zusehends. Ist man denn als Ehepaar nur wertvoll, wenn man Kinder hat? Was können wir tun, damit unser Leben „allein zu zweit” erfüllt ist – und wie reagiert man auf taktlose Bemerkungen?”

In der Bibel im Alten und Neuen Testament bekommt man bereits etwas von der Spannung mit, die Sie hier geschildert haben (zum Beispiel im Buch Hanna oder im 1. Samuel, Kapitel 1). Einerseits ist die Ehe in sich selbst wertvoll und ein starkes Zeugnis für Gottes Schöpferkraft, seine Liebe und Führung. Anderseits ist sie auch der Platz, wo Gott durch Kinder beschenken und segnen möchte und sein Ziel verwirklicht, die Welt fortlaufend zu bevölkern, bis er eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen wird. Und doch stehen kinderreiche Familie und das kinderlose Paar gleichwertig nebeneinander, auch wenn zahlreiche kinderlose Paare (wie auch ihre Umwelt) oft daran zu knabbern haben, diesen Status anzunehmen und fröhlich und erfüllt zu leben.

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Ist man denn als Ehepaar nur wertvoll, wenn man Kinder hat?
Es ist sicher nicht einfach, aber es kann helfen, wenn man dem Umfeld klar kommuniziert, dass:
- Ihre persönliche Trauerzeit abgeschlossen ist;
- Sie Gott dankbar für Ihre Zweisamkeit sind;
- Sie kein Mitleid oder gute Rat-„Schläge“ brauchen;
- Sie nach wie vor sehr gerne Kinder haben.

Wie Sie Ihr Leben neben der Ehe und den Beziehungen mit Ihrem Umfeld weiter ausfüllen, liegt an Ihnen und der Führung Gottes. Sie sind mit beziehungs- und arbeitsmässigen Gaben und Fähigkeiten beschenkt worden, die Sie in Beruf und Gesellschaft einzeln und oder zu zweit einbringen können und auch sollen. Sie müssen in Ihrer Zeit- und Krafteinteilung nur auf Ihren Partner Rücksicht nehmen und natürlich auf Ihre eigenen Begrenzungen. Ansonsten leben Sie fröhlich und aktiv Ihren Glauben, Ihre Beziehung und dienen Sie Gott und den Menschen!

Autoren: Linda & Hans-Jörg Karbe


Quelle: Neues Leben

Glaubensfragen & Lebenshilfe

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