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Jesus und die Challenge

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Herausforderungen bringen uns voran – sofern sie uns nicht gänzlich überfordern und wir die Segel streichen müssen. Jesus praktiziert ein Persönlichkeitstraining eigener Art: Er bringt seine Freunde über ihre Unfähigkeit weiter.

Jesus fesselt die Menschen Galiläas. Stundenlang hören sie ihm zu. Er beantwortet ihre Fragen. Er betet für Kranke und heilt sie. Er segnet Kinder und spendet Trost. Doch die Popularität des Wanderpredigers führt immer wieder zu Problemen. Er lehrt in einem Haus und es wollen ihn so viele Leute sehen, dass kein Durchkommen mehr ist. Er predigt am Seeufer und die Zuhörer stossen ihn fast ins Wasser; schliesslich steigt er in ein Boot.

Viel gehört, nichts gegessen

Heute wollen ihn mehrere tausend Personen hören. Sie laufen ihm nach an einen entlegenen Ort – und vergessen, dass sie nichts zu beissen haben. Stunden später nähert sich die Sonne dem Horizont. Die zwölf Freunde von Jesus, die ihn ständig begleiten, blicken einander besorgt an: Die Leute brauchen Nahrung. Doch woher nehmen? «Entlass die Leute, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen und ein Nachtlager und etwas zu essen finden können», raten sie ihrem Chef (Die Bibel, Lukasevangelium, Kapitel 9, Vers 12).

Für alle mehr als genug

«Gebt ihr ihnen zu essen!» Die Reaktion von Jesus ist unerhört, eine totale Überforderung. Womit sollen sie den Hunger einer vieltausendköpfigen Menge stillen? «Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; es sei denn, wir würden uns aufmachen und für alle diese Leute etwas zu essen kaufen.» Jesus lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. «Lasst sie sich lagern in Gruppen zu etwa fünfzig.» Er nimmt die fünf Brote und die zwei Fische, blickt hinauf zum Himmel, spricht das Lobgebet über sie – und beginnt sie zu brechen, gibt sie seinen Jüngern zur Verteilung. Und tatsächlich gehen sie nicht aus: Brot und Fische – immer noch gibt’s! Alle bekommen genug, alle werden satt! Schliesslich sammelt man Brocken ein, zwölf Körbe voll...

Herausfinden, was Jesus will

Die Lektion geht unter die Haut: Nicht von den eigenen Möglichkeiten her sollen wir denken, sondern von dem ausgehen, was Jesus kann. Es lohnt sich, Jesus genauer kennen zu lernen – das ist durch das anhaltende Lesen der Evangelien in der Bibel möglich. So verstehen wir auch besser, was er tun will (und merken, wenn wir ihn für die Erfüllung eigener Wünsche einspannen wollen).

Brot und Fisch für viele tausend Menschen: Mit dem grandiosen Wunder deutet Jesus an, dass er auch unseren inneren Hunger nach Halt und Sinn stillen kann und will. Wir überfordern uns, wenn wir uns den Sinn fürs Leben selbst geben wollen. Da ist es besser, dass Jesus uns an die Grenzen führt. Wir können darauf vertrauen: Er wird uns mit seinen Möglichkeiten weiter bringen.

Buch zum Thema:
Gernot Rettig: Grenzen. 40 praktische Schritte, deine Grenzen zu erkennen, akzeptieren, erweitern


Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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