Fasten

Der Sinn des Fastens ist geistige Sammlung

Fasten heisst: sich ganz oder teilweise der Nahrung zu enthalten. Das ist eine Vorbedingung für jede grosse geistige Konzentration. Der Fastende denkt klarer und gesammelter als der Satte.

Bei den grossen entscheidenden Gebetsanliegen geht es darum im Neuen Testament ohne Fasten nicht ab. Besonders erfordert der Kampf gegen die dämonischen Mächte die letzte Zusammenfassung aller Geisteskräfte im Gebet, und die ist nur dem Fastenden möglich (Matth. 17,21; Mark. 9,29). Jesus, wie er seinen ersten Entscheidungskampf mit dem obersten Dämon kämpft, fastet vierzig Tage (Matth. 4).

Wo es darum geht, Klarheit für wichtige Entscheidungen zu erlangen, gilt es, zu beten unter Fasten, damit die Organe des Geistes die volle Empfänglichkeit haben für jeden Wink von oben (Apg. 13,2). Das rechte Fasten geschieht im Blick auf Gott und nicht mit einem Seitenblick auf die Menschen (Matth. 6,16).

Jesus setzt bei seinen Jüngern das Fasten als selbstverständlich voraus

Jesus setzt bei seinen Jüngern das Fasten als selbstverständlich voraus (Matth. 6,16-18). Die Apostel haben auch nach Pfingsten das Fasten weiter geübt und auch den Gemeinden empfohlen (Apg. 14,23; 1. Kor. 7,5; 2. Kor. 6,5). Das Fasten als gesetzliche Übung hat Jesus aufgehoben (Mark. 2,18 ff.). (Fasten aus Selbsterlösungsgründen verachtet das Schöpfungsgemässe, das gut ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird.)

Auch der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Leibes kann das Fasten grosse Dienste leisten (1. Kor. 9,25).


Autor: Ralf Luther
Quelle: Neutestamentliches Wörterbuch

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