Bibelreport: Gideon

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Jetzt steht Gideon im Zentrum der Macht. Gottes mächtigster Engel beorderte ihn dorthin. Doch seine erste Brandrede hörte der, der ihn beförderte: Gideon hatte gerade Weizen gedroschen, um das Getreide vor den ruchlosen Midianitern in Sicherheit zu bringen. Da erschien der Engel des Herrn und sagte: «Der Herr steht dir bei, du starker Kämpfer!» Gideon erwiderte: «Wenn Gott uns wirklich beisteht, warum geht es uns dann so schlecht? Wo sind all die Wunder, von denen unsere Eltern uns erzählt haben? Sie sagen, der Herr habe uns aus Ägypten befreit. Aber was ist jetzt? Er hat uns verlassen und den Midianitern ausgeliefert!»

«Aber ich bin der Jüngste!»

Doch gerade deshalb war der Engel erschienen. Er erklärte Gideon zum Befreier seines Volkes. Gideon entgegnete: «Meine Sippe ist die kleinste, und ich bin der Jüngste der Familie.» Doch der Bote sicherte ihm göttliche Hilfe zu.

Umsturz: Altar des «inexistenten Halunken» zerstört

In der Nacht zerstörte Gideon den Altar des allseits geschätzten Götzen Baal. Auch die wunderschöne Götterstatue der Aschera wurde umgehauen. «Jetzt muss Gideon sterben!», fordert das Volk. Doch Gideons Vater Joasch liess die aufgebrachte Menge abblitzen: «Wenn Baal wirklich ein Gott ist, soll er sich doch selbst rächen!» Ein Vertrauter Gideons liess aber durchblicken: «Es sehr wohl auch Leute, die sich freuen, dass der Baal-Altar weg ist, manche nennen ihn hinter vorgehaltener Hand den „inexistenten Halunken". Jedenfalls hat er noch niemandem geholfen.»

Anhänger des Baal-Kults rufen zu einem Gedenkgottesdienst für den Altar. Spitzenkräfte aus Politik und Wirtschaft haben ihre Teilnahme zugesichert.

BIBLE DAILY Sport

Gideon von Gott abgetrocknet

In der Champions Legaue steht Gideon mit seiner Mannschaft vor den wegweisenden Spielen gegen die Midianiter, Amalekiter und die Beduinen aus dem Osten. Doch vor dem Anpfiff wurde er von Gott abgetrocknet.

Der Spielbeginn ist noch offen, doch er könnte bald sein, deshalb hat Gideon sein Team in ein Trainingslager zusammengezogen. Gideon steht an der Seitenlinie nicht allein, nach seiner Darstellung ist Gott für die Taktik verantwortlich. Von ihm wollte unser Heerführer denn auch ein Zeichen und dieses war doch sehr gewöhnungsbedürftig: Gideon legte Wolle auf das Feld und forderte, dass es am Morgen nass vom Taus ist, während der Boden ringsum trocken ist. Dies geschah. Tags darauf bat Gideon um ein zweites Zeichen, diesmal sollte die Wolle trocken sein und das Feld nass. Auch dies geschah. So «trocknete» Gott Gideon ab.

Grüne begeistert

Mitglieder der Grünen zeigen sich begeistert. Grünen-Politiker Joschka Trockner: «Diese Trocknungsart gefällt mir, sie braucht keine irdische Kraftversorgung!»

Jakob-Nachkomme kocht den Pausentee

Jakob kannten wir als Suppenschuft, mit einer Suppe hatte er sich an die Staatsmacht geputscht. Ein Nachkomme von ihm konnte nun als Koch des Pausentees verpflichtet werden. Bei den Vorbereitungen auf die Spitzenspiele scheint nichts dem Zufall überlassen.

Jetzt spinnt er!

Eigentümliches Selektionsverfahren stellt alles in Frage

Ist Gideon noch tragbar? Um diese Frage kommt die Armeespitze nicht mehr herum. Und sie kann sie nur mit «Nein» beantworten! Gideon schickt vor der entscheidenden Schlacht von den 22‘000 Soldaten 21'700 nach Hause.

Das nimmt ein böses Ende. Zuerst rief Gideon seine 22'000 Mann zusammen und erklärte: «Wer Angst hat, der soll heim!» Ein zurückgekehrter Soldat: «Natürlich dachten wir, dass unser Heerführer einen Witz macht.» Aus Spass hätten sich dann einige vom Lager entfernt. «Mit der Zeit merkten wir, dass er es ernst meint und so bin ich dann auch gegangen. Natürlich bin ich nicht aus Angst gegangen, ich wollte nur schnell sehen, ... äh ... ob ich das Feuer für die Kochstelle wirklich ausgemacht hatte.»

Noch 300 Mann
10'000 blieben übrig. Doch es sollte noch schlimmer werden: bei einer Pause an einer Wasserquelle schickte Gideon all jene nach Hause, die sich hinknieten und direkt aus der Quelle tranken! Nur jene dreihundert, die das Wasser mit der Hand schöpften und so tranken, blieben in der Armee.

Eine Ode auf Gideon:

Er ist unser bester Mann

Wir alle lieben Gideon! Er führte uns zu einem Kantersieg, an dem wir nie und nimmer zweifelten!

Die Feinde hatten sich wie Heuschrecken im ganzen Tal ausgebreitet. Die 300 Mann stellten sich nachts in drei Gruppen rund um das riesige Lager auf. Mitten in der Nacht blies die Truppe laut in die Hörner und zerdepperte Krüge. Im feindlichen Lager entflammte ein Durcheinander, in der Hektik kämpften die Verbündeten gegeneinander, während Gideons Männer am Rande des Geschehens Lärm machte. Schliesslich flohen die gegnerischen Armeen. Ein Kantersieg, den Gideon Gott widmet, die ganze Taktik sei dessen Idee gewesen.

Küchenchef und Ex-General toben

Nicht alle vermag der Sieg zu begeistern: Der Küchenchef tobt, weil die Anzahl Krüge arg dezimiert wurde und Ex-General Josi Schlagbaum, der heute Kriegshistoriker ist, ringt um Worte: «Das hat mit Kriegsphysik nichts zu tun: Gott teilte das Schilfmeer, liess die Mauern von Jericho wie von selbst fallen und verjagen wir drei Armeen mit 300 Mann. Was soll das alles?» BIBLE-DAILY-Kurzkommentar: «Das war ein Kantersieg, den Gott ermöglichte, du Spassbremse!»Diese Ereignisse sind nachzulesen in der Bibel, in Richter, Kapitel 6 und 7.

Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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