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Wie glaubwürdig und wahr sind die Schriften, welche die grösste Religionsgemeinschaft der Welt heute noch für das Wort Gottes hält? Der Philosoph und Theologe Norman Leo Geisler und sein Kollege Frank Turek haben sich intensiv mit dem Neuen Testament auseinandergesetzt. Sie werteten die Schriften nach den selben Kriterien aus, wie Historiker heute andere alte Texte beurteilen. Das Ergebnis ist verblüffend. Vom historischen Standpunkt aus muss man davon ausgehen, dass das Neue Testament wahr ist. Hier die Gründe, weshalb die Philosophen davon ausgehen, dass es nicht erfunden worden sein kann:
Jesus wird im Neuen Testament nicht nur als Superstar dargestellt. Zum Beispiel haben die Verfasser festgehalten, dass Jesus von Kritikern als «Fresser und Weinsäufer» bezeichnet wurde oder dass ihm vorgeworfen wurde, er wäre von Dämonen besessen.
Seine Feinde zu lieben oder die andere Wange hinzuhalten statt Rache zu üben und auch andere Worte von Jesus sind sehr schwer umsetzbare Anforderungen. Bei einer beabsichtigten neuen Religionsgründung hätte man damals vermutlich einfachere Regeln gewählt.
Die Autoren des Neuen Testaments haben sehr klar zwischen ihren eigenen und den Worten von Jesus unterschieden. Schon unter den ersten Christen gab es theologische Diskussionen. Aber niemand schrieb Jesus nachträglich Worte zu, um Dispute zu regeln.
Im Neuen Testament werden mehr als 30 Personen erwähnt, die historisch auch durch ausserbiblische Quellen bestätigt wurden. Begegnungen und Gespräche von Paulus mit Festus oder Felix hätte man leicht nachprüfen und widerlegen können. Wären diese Begebenheiten nicht wahr, hätte sich irgendwer mal zu Wort gemeldet.
Die gleichen Ereignisse im Neuen Testaments enthalten genügend Abweichungen im Detail und genügend Übereinstimmungen in der Kernbotschaft, um unabhängige Zeugenberichte zu sein. Der Harvard Professor für Rechtskunde Simon Greenleaf bestätigt: «Die Evangelien würden heute vor Gericht problemlos als Augenzeugen-Aussagen anerkannt».
Die ersten Leser des Neuen Testaments wurden aufgefordert, die Fakten zu überprüfen und mit den noch lebenden Augenzeugen Kontakt aufzunehmen. Zum Beispiel spricht Paulus im 1. Brief an die Korinther, Kapitel 15 von 500 Augenzeugen der Auferstehung, «von denen die meisten noch leben».
Die Verfasser beschreiben Wunder so wie auch alle anderen Ereignisse: sachlich, mit einfachen Worten, ohne Ausschmückungen.
Die Autoren des Neuen Testaments gaben 1500 Jahre alte Traditionen und Überzeugungen auf. Zum Beispiel Tieropfer, Reinheits-Gesetze, Beschneidung, Sabbat am Samstag. Stattdessen nahmen sie radikale neue Überzeugungen an. Sie warfen tief verwurzelte Glaubenssätze über Bord und waren jetzt plötzlich überzeugt, dass das Opfer durch Jesus die Rettung bringt und nicht mehr die Erfüllung der Gesetze. Für diese neuen Überzeugungen waren sie sogar bereit, ihr Leben zu geben.
Die Theologen Turek und Geisler haben ein Buch geschrieben, in dem sie die weiteren Ergebnisse ihrer Studien zum Neuen Testament aufgeschrieben haben. Es heisst: «I don't have enough faith to be an atheist» (Ich habe nicht genug Glaube, um ein Atheist zu sein).
Zur Webseite:
Dr. Norman Leo Geisler auf Twitter
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