Antikes Dorf ausgehoben

Weiterer Beleg für den jüdischen Bezug zu Jerusalem entdeckt

Ein grosses jüdisches Dorf aus der Hasmonäerzeit wurde von Archäologen in der arabischen Gegend Sharafat innerhalb von Ost-Jerusalem entdeckt. Unter anderem wurden eine Olivenpresse und rituelle Bäder freigelegt.

Zoom
Archäologische Ausgrabungen in Sharafat
Ausserdem wurden eine grosse Grabkammer für mehrere Generationen, eine Wasserzisterne, ein Taubenschlag, Steinbrüche und Glasfragmente aus der Zeit der Makkabäer ausgehoben.

Diese Fülle an Fundstücken liefert konkrete Hinweise zur jüdischen Geschichte Jerusalems aus der Zeit 150 Jahre vor Christus.

Durch Schulbau entdeckt

Die Grabung wurde von der «Moriah Jerusalem Development Corporation» im Auftrag der Stadt Jerusalem vorgenommen. Dies im Rahmen der Vorbereitungen zum Bau einer neuen Grundschule im muslimischen und christlich-arabischen Viertel Sharafat. Dieser Stadtteil von Ost-Jerusalem liegt zwischen dem Bibelzoo und dem Stadtteil Gilo.

Laut der «Israelischen Antiquitätenbehörde» (IAA) wird von einem Teil der Stätte angenommen, dass dort entweder eine wohlhabende oder sonst einflussreiche Familie lebte.

Stark gewachsen

«Eine solche handwerkliche Qualität architektonischer Elemente ist sehr selten. Sie sind vor allem in monumentalen Gebäuden oder Grabstätten in der Region Jerusalem zu finden», so ein Bericht der IAA, die erwägt, einen Teil des Fundgebiets der Öffentlichkeit als Ausstellung zugänglich zu machen.

Es wird angenommen, dass das frühe Jerusalem von 5'000 Einwohnern, die rings um die Stadt Davids wohnten, zur Zeit der Hasmonäer auf 25'000 anwuchs.

Zum Thema:
Ausgrabungen in Kirjath-Jearim: Stand hier einst die Bundeslade?
Münzen bringen zum Vorschein: Römische und jüdische Regierung kurze Zeit parallel
Gewichtiges Gewicht: Masseinheit aus der Zeit des ersten Tempels entdeckt

Datum: 01.04.2019
Autor: Daniel Gerber
Quelle: JNS / Übersetzung: Livenet

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige

RATGEBER

Wie gehe ich damit um? Das Geschäft mit der Angst
Sorgen sind eine schwache Form von Angst. Das jährliche Sorgenbarometer bildet daher ab, was viele...