Novak Djokovic

Gott ist seine Nummer 1

«Australian-Open»-Sieger Novak Djokovic durchlebte eine schwierige Kindheit, darunter das NATO-Bombardement in Belgrad. Doch er dachte nicht an Flucht, sondern spielte auch während dieser Zeit mutig Tennis. Die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste bekennt sich zum christlichen Glauben.

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Novak Djokovic dankt Gott
Während 78 Tagen durchlebte Novak Djokovic im Jahr 1999 in seiner Heimatstadt Belgrad das Bombardement durch die NATO im Zuge des Kosovo-Krieges. Zudem wurden – bedingt durch ein Embargo – vorübergehend sogar die Lebensmittel knapp.

«Zu Beginn lebten wir in Angst, doch während all den Bomben veränderte sich etwas in mir, in meiner Familie und in meinem Volk», erinnert sich der tiefgläubige Sportler. «Wir entschieden uns, nicht mehr in Furcht zu leben. Nach so viel Tod und Zerstörung hörten wir einfach auf, uns zu verstecken.» Ein Freund von ihm kam dabei ums Leben.

Nicht aus der Ruhe zu bringen

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Novak Djokovic mit seiner Frau Jelena Ristic in Griechenland
Einmal fiel er auf dem Weg in den Luftschutzkeller hin. Als er nach oben sah, erkannte er einen furchteinflössenden F-117-Bomber, der seine tödliche Fracht über einem Spital niederliess, blickt Djokovic zurück.

Tennis-Beobachter anerkennen insbesondere die Ruhe, die der Ausnahme-Athlet auf dem Platz ausstrahlt. Michael Ashcraft und Mark Ellis halten bei «Godreports» fest: «Wenn man Tennis spielen kann, während Kugeln fliegen und die Leute in langen Schlangen stehen, um Brot und Milch zu erhalten, kann einen nichts aus der Ruhe bringen.»

Wenn die Kontrahenten versuchen, ihn mit psychologischen Spielchen aus der Ruhe zu bringen, prallt dies an ihm ab. Andere Reporter halten fest, dass er viele Spiele gewinnt, die er eigentlich schon am Verlieren war oder hätte verlieren sollen. Lange war er der dritte Mann hinter Roger Federer und Rafael Nadal. Doch mittlerweile steht er ganz vorne. Er gewann elf Grand-Slam-Titel, vier der letzten fünf, und 2015 gewann er 82 von 88 Spielen.

Dank an Gott auf Tennisplatz

Das Holzkreuz, das er um seinen Hals hängt, zeugt als sichtbares Zeichen von seinem Glauben. Er bezeichnet sich selbst als orthodoxen Christen. «Ich bin weniger eine religiöse Person als vielmehr eine Person des Glaubens», wurde er in der britischen Zeitung «Guardian» zitiert. Regelmässig bedankt er sich auf dem Tennisplatz mit Gesten bei Gott.

Neben dem Platz dient Djokovic der UNICEF als Botschafter in Serbien und hat zudem die «Novak Djokovic Foundation» gegründet, welche benachteiligten Kindern Zugang zu Bildung verschafft. Er spricht fünf Sprachen fliessend und ist daran, weitere zu lernen. Djokovic ist verheiratet mit dem Model Jelena Ristic, das Paar erwartet bald ein Baby. Seinen Tenniskollegen rät er: «Heiratet, bekommt Kinder und freut euch daran!»

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Datum: 13.02.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Godreports

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