Colonel Sanders

«Es nützt nichts, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein»

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Colonel Sanders (Bild: Godreports)
Gebratene Hähnchen und ein weisser Anzug mit Ziegenbart machten ihn zur Fastfood-Legende. Erst spät in seinem Leben kam Colonel Sanders mit Gott ins Reine – und erkannte: «Es nützt nichts, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.»

Harland Sanders wuchs als ältestes von drei Kindern in Henryville, Indiana auf und besuchte mit seiner Familie eine christliche Gemeinde. Sein Vater starb, als er erst fünf Jahre alt war.

Er brach die siebte Klasse ab, weil er eine Abneigung gegen Algebra hatte, und lebte und arbeitete auf einer nahe gelegenen Farm. Dann gab er ein falsches Alter an, um mit 16 Jahren der Armee beizutreten, und nach seinem Dienst in Kuba zog er nach Alabama, wo er Aschekästen in Zügen reinigten. Nach kurzer Zeit wurde Sanders drei Jahre lang Heizer auf einer Dampflokomotive.

Sanders verlor seinen Job bei der «Central Illinois Railroad» wegen einer Schlägerei mit einem Kollegen. Es scheint, dass ihn sein Jähzorn und seine impulsiven Fäuste sein ganzes Leben lang plagen sollten.

Als Anwalt prügelte er mit Mandant

Neben dem Eisenbahnerjob hatte er in seiner Freizeit Jura studiert, nun begann er, in Little Rock zu praktizieren, aber seine juristische Karriere dauerte nur drei Jahre. Unglaublicherweise geriet er im Gerichtssaal in eine Schlägerei mit seinem eigenen Mandanten, was seinen Ruf als Anwalt zerstörte.

Sturheit, mangelnde Selbstbeherrschung, Ungeduld und ein selbstgerechter Mangel an Diplomatie standen ihm im Weg. Er arbeitete wieder für die Bahn und erfand sich etwas später noch einmal neu, diesmal als Verkäufer von Lebensversicherungen – wegen Missachtung der Regeln wurde er aber erneut entlassen.

Tankstellenwart

Im Jahr 1924 traf er zufällig den Generaldirektor von «Standard Oil of Kentucky». Aufgrund dieses Treffens begann er, eine Tankstelle zu betreiben, aber 1930 brach die Weltwirtschaftskrise aus, und die Tankstelle musste schliessen.

Sanders übernahm eine andere Tankstelle in North Corbin, Kentucky und begann, in seiner nahe gelegenen Wohnung Mahlzeiten zu servieren. In dieser Zeit war Sanders in eine Schiesserei mit einem örtlichen Konkurrenten verwickelt, bei der es um die Übermalung eines Schildes ging, das den Verkehr zu seiner Tankstelle leitete. Sanders' Konkurrent wurde wegen Mordes verurteilt und Sanders verkaufte weiterhin erfolgreich Lebensmittel an seine Kunden.

Ausbau beginnt

Im November 1939 hatte Sanders genug gespart, um ein Motel mit einem Restaurant mit 140 Plätzen zu bauen. Im folgenden Jahr, im Alter von 50 Jahren, entwickelte Sanders sein «Geheimrezept» für das Braten von Hähnchen in einer Druckfritteuse, die das Hähnchen schneller garte als das Braten in der Pfanne.

Eine neue Autobahn führte jedoch zu einem drastischen Rückgang des Verkehrsaufkommens in seinem Geschäft und brachte ihn in eine prekäre finanzielle Lage. Im Alter von 65 Jahren verkaufte er das Restaurant und das Motel und hatte nur noch magere Ersparnisse und 105 Dollar pro Monat von der Sozialversicherung.

KFC wird geboren

Aus der Not heraus begann er, sein Hähnchen-Konzept als Franchise an andere bestehende Restaurants zu verkaufen. Oft musste er auf dem Rücksitz seines Autos schlafen, doch jeden Tag besuchte Sanders Restaurants, bot ihnen an, sein Hähnchen zu kochen, und wenn es den Angestellten gefiel, handelte er Franchiserechte aus. Die Restaurantbesitzer zahlten Sanders 0,04 Dollar pro Hähnchen für die Franchiserechte.

Die Idee wurde ein grosser Erfolg. KFC war eine der ersten Fastfood-Ketten, die international expandierte. Das rasante Wachstum des Unternehmens überwältigte Sanders. Im Jahr 1964, im Alter von 73 Jahren, verkaufte er das Unternehmen für zwei Millionen Dollar, und er wurde selbst angestellter Markenbotschafter und eine ikonische Figur.

Frieden mit Gott

«Ich war etwa 77 Jahre alt, als ich zu Gott fand», sagte Sanders 1979. Er erkannte seine eigenen Charakterschwächen. Aufgrund der Unterweisung durch seine Mutter und des Besuchs der Gemeinde als Kind war ihm klar, dass sein ewiges Schicksal in Frage stand.

Sanders erkannte, dass zwischen der Heiligkeit Gottes und seinem fehlhaften Verhalten eine grosse Kluft bestand. Der einzige Weg, diese Kluft zu überbrücken, ist Gottes einzige Lösung für die Sünde des Menschen: Das Vertrauen auf das, was Jesus am Kreuz getan hat. Jesus starb, um die Strafe für jede Sünde zu bezahlen, die Sanders in seinem Leben begangen hatte.

«Du musst Gott in dein Herz bekommen und du musst auch in sein Herz kommen», sagte Sanders. «Ich hatte das Glück, mit 77 Jahren gerettet zu werden. Schieben Sie es nicht zu lange auf. Unsere Zeit wird immer kürzer. Und wie viele sind mit 60, 65, 70, 80 Jahren gestorben, ohne Jesus zu kennen?»

Weiter erklärte Colonel Sanders: «Es nützt nichts, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein, wenn man dort keine Geschäfte mehr machen kann. Jesus ist der grossartige Retter. Das ist die beste Erfahrung, die ich in meinem Leben gemacht habe.»

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Datum: 02.03.2022
Autor: Mark Ellis / Daniel Gerber
Quelle: Godreports / gekürzte Übersetzung: Jesus.ch

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