James Bailey

Leben mit einer Chromosomenmutation

Die Ärzte dachte, er würde weder sprechen noch laufen können, als James Bailey mit einer Chromosomenmutation geboren wurde. Doch heute läuft er nicht nur, sondern fährt Motorrad – und er liebt Jesus über alles.

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James Bailey (Bild: Screenshot 100huntley.com)
James Bailey aus Ontario, Kanada war bei seiner Geburt sehr klein, auch seine Augen waren relativ klein und er hatte einen Klumpfuss. Bald stellte sich heraus, dass James eine Chromosomenmutation hat. Die Ärzte bereiteten seine Eltern darauf vor, dass er vermutlich nicht dasselbe Verständnis haben würde wie andere. «Er könnte Probleme haben beim Umgang mit Geld, beim Lernen; sie wussten auch nicht, ob er jemals laufen oder sprechen würde…», erinnert sich Mutter Rose. Denn die Symptome dieser Chromosomenmutation waren zuvor nicht weiter erforscht worden.

Doch entgegen der Prognosen entwickelte sich James gut, lernte laufen und sprechen. Und was noch viel wichtiger ist: «Er wusste immer, dass Gott ihn liebt und immer bei ihm ist.» Immer wieder musste er ins Krankenhaus und diverse Operationen über sich ergehen lassen. «Jedes Mal, wenn er eine neue Krankenschwester oder einen neuen Arzt traf, fragte er direkt: 'Gehen Sie in die Kirche?' oder 'Kennen Sie Gott?'.» Für James ist es vollkommen normal, die Leute auf Gott anzusprechen, denn Jesus ist für ihn «der coolste Typ überhaupt».

«Wie ein normaler Mensch…»

Von klein auf begeisterten ihn auch Fahrräder, Motorräder, BMX-Räder… und da seine ganze Familie leidenschaftlich gern Motorrad fährt, konnte er immer wieder üben und letztlich sogar seinen Motorrad-Führerschein machen. James erzählt: «Es macht Spass, das ist Freiheit! Die Leute meinten, ich könnte nicht fahren – aber ich habe bewiesen, dass sie falsch lagen. (…) Wenn ich auf dem Motorrad sitze, denke ich: 'Wow, ich habe es so weit gebracht!' und ich fühle mich wie ein ganz normaler Mensch…»

Im Himmel bei Jesus

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James Bailey arbeitet als Schülerlotse.
Als er vor zwei Jahren eine Operation am Unterleib hatte, gab es Komplikationen. Zwei Wochen verbrachte er im künstlichen Koma. Viele Menschen beteten in dieser Zeit für seine Gesundheit und für die ganze Familie. Etwa zwei Monate später, als es ihm wieder gut ging, erzählte er seinen Eltern, dass er in der Zeit Jesus im Himmel gesehen hatte, dass er im Himmel einen Lastwagen fahren durfte und dass sein Körper ganz normal war. «Die Dinge, die ich hier unten nicht machen kann, konnte ich dort oben machen», erinnert sich James an diese Nahtoderfahrung. Jesus war die ganze Zeit bei ihm und er sah auch seine verstorbenen Grosseltern. «Ich wollte dort bleiben, aber ich wollte auch wieder nach Hause, weil ich meine Eltern weinen hörte. (…) Gott sagte, er würde mich holen, wenn es an der Zeit sei.»

Dankbar für das Leben

Heute geht es James wieder gut. «Ich bin froh, dass ich am Leben bin!» Und er geniesst sein Leben aus vollen Zügen. Drei- bis viermal täglich geht er mit seinem Hund Silas spazieren, den er über alles liebt. Und er arbeitet als Schülerlotse und hilft jeden Morgen und Nachmittag 70 Kindern, sicher die Strasse zur Schule zu überqueren. «Die Kinder respektieren mich, die Eltern mögen es, dass ich ihren Kindern helfe… Es ist schön, mit ihnen zu reden; sie sagen nichts Hässliches.» James liebt sein Leben, er ist dankbar für jeden Tag – aber er freut sich auch darauf, wenn er eines Tages bei Jesus im Himmel sein und einen ganz gesunden Körper haben wird, so wie alle anderen…

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Datum: 21.11.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / 100huntley.com

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