Chris Collins

«Jesus war für mich wie eine Beilage…»

Chris Collins findet Glauben und Kirche nett – aber in Jesus sieht er jemand, der Teile seines Lebens verbessern kann, nicht jemand, der ihm ein neues Leben schenken könnte. Erst nach einer gescheiterten Ehe, im Sumpf vom Alkohol lernt er Jesus wirklich kennen.

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Chris Collins (Bild: 100huntley.com)
Chris Collins wächst als jüngstes von drei Geschwistern in einer behüteten Familie auf. «Irgendwie glaubte meine Familie immer an Gott, aber wir gingen nicht in die Kirche.» Das ändert sich, als Chris etwa 18 Jahre alt ist. Die Eltern werden Mitglieder einer Gemeinde und seine Mutter fordert den jungen Mann immer wieder auf, mitzukommen.

Als er endlich einwilligt, gefällt es ihm gut – doch weiter hat das keinen Einfluss auf sein Leben. «Ich sah Jesus eher wie eine Beilage, nicht als meinen Retter. Jesus war für mich jemand, der Teile meines Lebens verbessern konnte, aber nicht jemand, der mir ein neues Leben geben könnte.»

Weg von Gott

Obwohl ihm seine ganze Familie davon abrät, heiratet Chris eine junge Frau. Untreue, Aggressivität, Mord- und Selbstmordversuche – die Beziehung ist alles andere als gesund. «Meine Mutter betete die ganze Zeit…» Mit dem Ende der Ehe schliesst Chris auch mit der Kirche und Gott ab und beginnt einen völlig anderen Lebensstil. «Ich wurde in Pornografie verwickelt, in die Partyszene, und damit kam der Alkohol (…) – ich vergrub mein Leben in all dem, um an nichts anderes denken zu müssen.»

Die Stimme

Doch Gott lässt Chris nicht los. «Die Liebe Gottes ist so unwirklich…» Als er eines Nachts mit Freunden in einem Stripclub sitzt, hört er mit einem Mal in sich eine Stimme. «Es war keine böse Stimme, sondern eine freundliche, liebevolle Stimme: 'Du solltest nicht hier sein, du gehört nicht hier her!'» Den ganzen Abend über hört er die Stimme…

Kurz darauf wacht er am Weihnachtsmorgen auf – in einer ungeschmückten Wohnung, einsam und allein und mit der Frage: Wird das den Rest meines Lebens so sein? «Nie habe ich mich so einsam gefühlt…» Er beginnt, über sein Leben nachzudenken und im Gespräch mit seiner Schwester merkt er: Er braucht Gott wieder in seinem Leben. «An dem Morgen setzte ich mich ins Auto und sagte: 'Gott, wenn du das bist, der mich wieder zu sich ruft, dann bin ich hier – ich höre…'»

Gott antwortet

Am selben Tag auf der Arbeit schleicht sich eine Kollegin immer um ihn herum. Als er sie schliesslich anspricht, sagt sie: «Normalerweise mache ich sowas nicht, aber ich bin Christ und während der gesamten Weihnachtsferien hat Gott dich mir aufs Herz gelegt… und ich hatte das Gefühl, dass er will, dass ich dir dies gebe.» Sie gibt ihm einen Brief mit ermutigenden Worten und Bibelversen und eine Kassette voller Anbetungslieder. An dem Abend fährt Chris durch die ganze Stadt, während er die Kassette anhört. Dann übergibt er im Auto sein Leben ganz Jesus.

Heute ist Jesus nicht mehr nur die Beilage seines Lebens – «er ist alles für mich!» Chris hat Anschluss an eine christliche Gemeinde gefunden, in der er auch seine heutige Frau traf. «Jesus hat mir wirklich ein neues Leben geschenkt und alles in meinem Leben kommt von ihm.»

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Datum: 14.11.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Jesus.ch / 100huntley.com

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