Ein Gott der Wunder

Wenn ein Arzt an seine Grenzen kommt

Der Fall von Pastor Benjamin Thomas war hoffnungslos: An Covid-19 erkrankt, kam er ans Beamtungsgerät und verbrachte sechs Wochen lang im Koma. Auch der Herzspezialist war ratlos – bis er den Arzt der Ärzte um Hilfe bat.

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Nach über 100 Tagen ist Pastor Benjamin Thomas wieder zuhause (Bild: Screenshot Youtube)
Herzspezialist Dr. Robin Varghese kam an seine Grenzen, als ein Pastor in das Mount Sinai Krankenhaus von New York eingeliefert wurde. Der aus Indien stammende Benjamin Thomas, der Pastor einer Gemeinde in Queens ist, war bereits im März mit Covid-19-Symptomen in ein anderes New Yorker Spital eingeliefert worden und kam Ende desselben Monats am Beatmungsgerät in Vargheses Krankenhaus. «Ihn zu transportieren, war ein grosses Risiko, weil er auf höchster Sauerstoffstufe stand», berichtet Varghese, Leiter der kardiovaskulären Intensivpflege der Klinik, in einem Video. «Aber er kam – Gott sei Dank – heil in unserer Intensivstation an.»

«Gott, übernimm den Fall!»

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Dr. Robin Varghese (Bild: www.mitralvalverepair.org)
Doch sein gesundheitlicher Zustand sah überhaupt nicht gut aus. «In den ersten zwei April-Wochen machten wir keine Fortschritte – und dann war da eine besondere Nacht am 19. April 2020», erinnert sich der Arzt. «Ich hatte an dem Abend Schicht, Varghese war in einem schlimmen Zustand. Bereits verloren Mitglieder unseres Teams, die alles gaben, um sein Leben zu retten, alle Hoffnung.» Bei ihm selbst sei dies nicht anders gewesen.

Keine Therapie, kein Medikament hatten bei dem Pastor angeschlagen. Und so entschied sich der Arzt für eine letzte Aktion: Er ging in Benjamin Thomas' Zimmer und betete. «Ich sagte Gott einfach, dass es nichts mehr gibt, was ich ihm anbieten kann. Er musste den Fall übernehmen, denn wir hatten ihm alles gegeben, was die moderne Medizin so anbietet!»

Gebete wichtiger Teil der Genesung

Und Gott übernahm den Fall: Noch am selben Abend, während Dr. Robin Varghese Thomas' Fall studierte, kamen ihm neue Ideen in den Sinn und innerhalb der folgenden Woche begann sein Team, diese Ideen am Patienten umzusetzen. «Nach dem Abend begann ein langsamer, aber stetiger Besserungsprozess. Seine Lungen waren von Covid-19 zerstört worden und er war seit über sechs Wochen im künstlichen Koma...»

Doch es sollte noch Wochen dauern – erst Mitte Mai bekam das Team Hoffnung, dass Benjamin Thomas die Krankheit überleben könnte. «Wir sind sehr glücklich, dass er sich weiter besserte und wir ihn nach und nach aus dem Koma holen konnten. Wir sind dankbar für all die Menschen, die ständig für ihn gebetet haben. Wir wissen, dass dies ein wichtiger Teil seiner Genesung war, zusammen mit der Fürsorge unseres Teams von der Intensivstation.»

Nicht verstehen oder erklären

Warum Gott bei Benjamin Thomas eingriff, bei anderen aber nicht, das kann keiner beantworten. «Wir können weder verstehen noch erklären, was mit anderen geschehen ist», erklärte Rocky Walker, Seelsorger am Mount Sinai Krankenhaus. «Aber wir wissen, was hier geschehen ist und wir sind sehr dankbar dafür!»

Wieder zuhause

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Pastor Benjamin Thomas mit seiner Familie vor der Erkrankung
Über 100 Tage kämpfte Pastor Benjamin Thomas gegen den Coronavirus, 54 Tage davon am Beatmungsgerät und sechs Wochen im künstlichen Koma. Er verlor 22 Kilogramm Gewicht, viel Muskelmasse, doch ausser seinen Lungen hat kein Organ Schaden genommen, wie er in dem Video erklärt. «Es war eine schwere Reise, aber trotzdem darf ich heute nach Hause. Covid-19 ist real. Ich weiss, dass manche Leute keine Masken tragen oder das Social Distancing nicht einhalten wollen. Aber es ist wichtig, dass wir diese Sache ernst nehmen. Sie wollen niemals das durchmachen, was ich durchgemacht habe…», so der Pastor. Jetzt darf er sich in seinem Zuhause ganz auskurieren. «Gott ist ein Gott der Wunder und hat unzählige Wunder in meinem Leben gemacht. Ich bin sehr froh, wieder zuhause zu sein.»

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Datum: 27.07.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN

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