Versöhnungs-Rap

Rapper Xzibit: «Ich versuche, jeden Tag zu beten»

Seine Mutter starb, als er neun Jahre alt war. Sein Vater schlug ihn. Xzibit (heute 43) landete in einem Heim und später auf der Strasse. Alle Voraussetzungen für eine kriminelle Karriere waren gegeben. Doch dann merkte er, dass Gott ihn davor schützte. Heute erklärt er, wie wichtig die Rolle des Vaters in der Familie ist.

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Rapper Xzibit
Als er neun Jahre alt war, starb die Mutter von Xzibit, der bürgerlich Alvin Nathaniel Joiner heisst. Sein Vater heiratete wieder, allerdings begann er, den Jungen zu schlagen. Diese Brutalität führte dazu, dass seinem Vater die Vormundschaft entzogen wurde. Xzibit landete in einem Heim. Mit 14 verliess er das wieder, um zu seiner Schwester zu ziehen.

Das Geld für die Reise von Detroit nach Los Angeles «erarbeitete» er sich durch den Drogenhandel. Aus erster Hand lernte er das Leben auf der Strasse in Kalifornien kennen. Alles für eine kriminelle Laufbahn war vorbereitet.

Die Entscheidung

Doch irgendwie fiel Xzibit dennoch nicht durch alle Böden: «Ich führte während meiner Zeit auf der Strasse ein paar tiefe Gespräche. Dadurch erkannte ich, dass ich aus irgendeinem Grund beschützt wurde. Also wollte ich nicht mehr versuchen, mein Glück herauszufordern.»

Er habe eine bewusste Entscheidung gefällt. «Ich war es leid, jedes Mal am gleichen Punkt anzukommen, wenn ich versuchte, etwas Illegales zu tun.» Schon damals habe er einen gewissen Glauben gehabt. So betete er und vertraute sich seinem Schöpfer an.

Versöhnungs-Rap

Er habe sich dem Willen Gottes unterordnet und vertraue ihm seither. «Und ich bin hundertmal gesegnet worden. Man sieht, wenn bei einer Person der Glaube nicht die wirkliche Basis ist und sie sich nur an Gott wendet, wenn etwas Dramatisches passiert. Ich versuche, mich täglich zu demütigen und zu beten. Ich erkenne, dass ich aus einem bestimmten Grund hier bin.»

Xzibit legte eine beachtliche Karriere als Rapper hin, zudem wurde er bekannt als Moderator der «MTV»-Serie «Pimp my Ride». Die negativen Erfahrungen mit seinem Vater verarbeitete er auf seinem ersten Rap-Album – doch auf dem zweiten versöhnte er sich mit seinem Vater, der auf der Scheibe ebenfalls zu hören ist.

Väter haben wichtige Rolle

Xzibit wurde früh Vater. «Alles drehte sich nur noch um das Baby. Man muss viele bewusste Entscheidungen treffen.» Es sei wichtig, sich gut um die Kleinen zu kümmern und sich Zeit für sie zu nehmen.

Es gehe nicht um eine besondere Leistung, sondern darum, für sie da zu sein. «Geld kann niemals die Zeit ersetzen. Also geht es nicht darum, der reiche Vater zu sein, oder da rauszugehen und für deine Familie zu kämpfen.»

Die einfachsten Sachen können ihren Tag erhellen, «weil sie nicht das Konzept oder die Energie des Dollars verstehen, wie wir es als Erwachsene tun. Sie wollen nur Zeit und Freude. Du musst derjenige sein, der deine Kinder aufbaut. Weil du sie nicht dazu bringen willst, diese Liebe und woanders zu suchen, von jemandem, der sich wirklich nicht für sie interessiert, so wie du es tust.»

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Datum: 16.08.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Risen Magazine

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