Brüder überleben Lawinenunglück

«Gott hat uns gerettet»

Beim Snowboarden abseits der Piste wird Matt Walsh von einer Lawine verschüttet. Nur durch ein Wunder findet ihn sein Bruder unter den Schneelasten. Beide sagen: Gott war die ganze Zeit spürbar bei uns und hat uns Mut geschenkt, nicht aufzugeben.

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Matt Walsh
Eigentlich dachten die beiden Brüder Michael und Matt Walsh aus Wyoming, sie hätten den perfekten Hang zum Boarden gefunden. Doch dann entpuppte er sich als Albtraum. Michael erinnert sich: «Es sah fantastisch aus. Hier war noch niemand gefahren, überall Schneeverwehungen und Tiefschnee. Wir parkten unser Auto und begannen, den Berg hochzusteigen. Eigentlich wollten wir gemeinsam runter fahren, aber oben angekommen, hatte mein Bruder sein Board schneller angeschnallt und ich sagte, er solle schon losfahren. Matt sprang mit dem Board auf den Hang und dann sah ich plötzlich nur noch weiss.»

Das Unglück nimmt seinen Lauf

«Um mich krachte es, der ganze Hügel gab nach, es hörte sich an, als würde ein Güterzug über mich hinwegfahren.», erzählt Michael. «Schnee überall, ich konnte kaum meine Hand vor Augen sehen. Als es sich wieder aufklarte, sah ich nichts mehr von Matt. Gar nichts. Überall nur nur Felsen und Gras und Dreck, den die Schneemassen mit sich gerissen hatten. Ich war wie im Schock. Was war besser, schnell zurück zum Auto, um Hilfe zu holen, oder sich allein auf die Suche nach Matt machen? Dann sah ich, dass ich durch die Lawine viel zu lange zum Auto brauchen würde. Es war hoffnunglos.»

Das Unmögliche wagen

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Matt Walsh
«In meiner Verzweiflung schrie ich zu Gott: 'Gott, was soll ich tun?'», erinnert sich Michael. «Und plötzlich hörte ich Gott antworten, so laut, als würde er leibhaftig neben mit stehen: 'Geh und finde deinen Bruder.' Ich hatte Gottes Stimme noch nie so gehört, das gab mir Mut. Ich rannte zur Lawinenoberfläche, es war ein riesiges Feld der Zerstörung, was mich gleich wieder mutlos machte. Wo sollte ich nur anfangen? Verzweifelt schrie ich immer wieder Matts Namen, suchte nach einer Mütze, einem Stück Snowboard, nach irgendeinem Zeichen, aber da war nichts. Ehrlich gesagt, fing ich an zu zweifeln, ob ich mir das mit Gott eingebildet hatte. Es war unmöglich, ganz allein hier jemanden zu finden. Ich suchte und grub und schrie und wurde immer mutloser.»

Gott ist da

Währenddessen liegt Matt verschüttet unter tonnenschweren Schneemassen. Der gläubige Christ erzählt: «Als mir bewusst wurde, dass ich im Schnee begraben bin, unfähig, mich zu bewegen, wurde mir klar, dass ich sterben muss. Egal, wie sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte mich nicht selbst befreien. Aber wie ich dort lag, spürte ich Gottes Gegenwart plötzlich ganz stark. Dieser Frieden, der mich überkam, war unfassbar. Gott war da, ganz nah bei mir. Und das nahm mir alle Angst. Ich war sogar bereit, zu sterben und zu ihm zu gehen.» Doch Gott hat andere Pläne.

«Plötzlich erinnerte mich Gott an etwas», so Matt. «Als meine Mutter mit mir schwanger war, hätte sie mich fast verloren. Doch Gott hatte damals zu ihr gesagt, dass ich nicht sterben, sondern leben würde. Und dass er etwas Grosses mit mir vorhatte. Dieser Gedanke liess Hoffnung in mir aufkeimen. Ich wusste: Das ist es noch nicht. Gott wird mich hier rausholen und retten. Er hat immer noch einen Plan für mein Leben und wird auf mächtige Weise wirken.» Matt bemerkt, dass neben seinem Gesicht ein kleiner Luftraum ist, durch den sogar etwas Licht fällt.

Die Rettung

Zur selben Zeit ist Michael kurz vor dem Aufgeben: «Ich wusste einfach nicht, was ich noch tun konnte. So fiel ich auf die Knie und schrie noch einmal nach Matt. Und plötzlich hörte ich ihn sagen: 'Mike, es geht mir gut.' Es war unglaublich, aber ich war direkt über ihm. Ich entdeckte ein kleines Loch im Schnee und fing an zu graben. Erst sah ich ein Stück seiner Jacke und dann sein Gesicht, ich heulte wie ein Baby. Ich war so glücklich und gleichzeitig noch so im Schock. Es dauerte eine halbe Stunde bis ich ihn ausgegraben hatte. Wir beide wissen, dass es ein Wunder ist, dass er überlebt hat. Dass Gott zu mir gesprochen und mich dann genau an die richtige Stelle geführt hat. Gott hat die ganze Zeit seine Hand über uns gehalten.»

Und Matt fügt hinzu: «Gott will, dass ich lebe, weil er noch etwas mit mir vorhat. Das kann noch nicht mal eine Lawine verhindern. Ich bin Gott sehr, sehr dankbar, dass er mich dort rausgeholt hat. Er hört unser Gebet in Zeiten der Not.»

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Datum: 24.02.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / cbn.com

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