Victor Dambach

Als der Kampf gegen die Sucht gewonnen schien, ging es erneut bergab...

Victor Dambach aus Windisch (Kanton Aargau) erlebte ein grosses Wunder: Gott heilte ihn von der Alkohol- und Tablettensucht. Doch als Probleme und Sorgen auftauchen, versucht er mit einem Mal wieder, sein Leben alleine zu meistern – und rutscht erneut ab. Bis er endgültig begreift, dass nur Jesus ihm die Kraft geben kann, seine Süchte zu besiegen.

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Victor Dambach
Victor Dambach wächst in einem katholischen Haushalt auf. Er hört von Gott und vom Glauben, doch was sich genau dahinter verbirgt, weiss er nicht. Er heiratet die sechs Jahre jüngere Vreni, alles läuft vor sich hin – bis Victor nach und nach immer mehr Alkohol trinkt. Der Alkoholmissbrauch bringt starke Kopfschmerzen mit sich, er fängt an, bis zu 30 Schmerztabletten täglich zu schlucken. Hinzu kommen Depressionen, die mit 10 bis 15 Antidepressiva täglich bekämpft werden. Neben der Alkoholsucht wird Victor nun auch tablettensüchtig…

Licht in der Hoffnungslosigkeit

1989 entscheidet er sich für einen Alkoholentzug und wird in die christliche Klinik SGM in Langenthal eingeliefert. Wenige Tage später gibt ihm ein Arzt eine Bibel – und Victor fängt an, darin zu lesen. Zum ersten Mal in seinem Leben begreift er, dass Jesus Christus wegen ihm auf diese Welt kam, um eine Freundschaft und persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen – und dass er am Kreuz für ihn starb, um alle seine Fehler und seine Schuld auf sich zu nehmen. «Ich war so beladen mit Sorgen, dass ich meinen Job verlieren und nie mehr gesund werden könnte, mit dieser grossen Sucht und Hoffnungslosigkeit…», erinnert sich Victor Dambach. «Doch in Jesus erkannte ich meine Situation und er gab mir Hoffnung. … Nach nur vier Wochen in der Klinik wurde ich durch ein Wunder von Jesus ein neuer Mensch und von allen Sorgen und Süchten befreit!»

Nach dem Neuanfang…

Victor ist überglücklich, Jesus Christus persönlich kennengelernt zu haben. Es geht ihm wie dem Samen im Gleichnis des Sämanns (Lukasevangelium, Kapitel 8), der auf die Erde fällt und sofort aufgeht. Victor sprüht nur so vor Lebensfreude. Er erlebt spannende Dinge und Wunder mit Gott, besucht eine Gemeinde und geht regelmässig zu Treffen von christlichen Geschäftsleuten. «Ich hatte ein grosses Verlangen danach, Gottes Güte, die ich erlebt hatte, weiter zu geben. Durch Traktate und mein Zeugnis konnte ich viele Gespräche über Gott führen…»

… stürzt er wieder in die alten Fehler ab

Fünf Jahre lebt der heute 70-Jährige in dieser neugewonnenen Freiheit. Doch dann tauchen Probleme und Stress am Arbeitsplatz auf – wie die Dornen im oben genannten Gleichnis, welche die junge Saat überwuchern und sie ersticken. Victor wird arbeitslos, seine Ehe beginnt zu bröckeln – und der vorher so glückliche Geschäftsmann ist verzweifelt. Statt seine Probleme wie fünf Jahre zuvor an Jesus Christus abzugeben, versucht er, selbst die Situation in den Griff zu bekommen. Er scheitert – und rutscht erneut in die Alkohol- und Tablettensucht. «Ich versuchte, alles selber zu machen, ohne die Hilfe von Jesus. Die Sucht wurde immer grösser und der Drogenkonsum nahm zu.»

Wahre Hilfe allein in Jesus!

Doch obwohl er durch die Sucht auch seine Frau vernachlässigt hat, und sie in derselben Zeit ein Burnout erleidet, lässt Vreni ihn nicht im Stich. Immer wieder spricht sie mit ihm und erinnert ihn daran, dass er nur bei Jesus wahre Hilfe finden kann. Trotz allem kommt es zum grossen Absturz: Victor nimmt eine Überdosis an Tabletten und landet in der Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik. «Ich hatte grosse Angst und wusste, dass ein erneuter Drogenentzug viel Kraft kostet und ohne Jesu Hilfe gar nicht möglich ist.»

Doch in der säkularen Klinik gibt es keine Gebetsangebote, keinen seelsorgerlichen Rat. Victor ist auf sich selbst angewiesen – und auf Jesus. «Es war eine schlimme Zeit angebrochen, aber ich wusste, dass Jesus mir helfen würde!»

«Du musst da durch – aber…»

Unterstützt durch die Gebete seiner Frau, seiner Stieftochter und seiner Gemeinde, sucht Victor erneut Halt in Jesus Christus. «Nachts hatte ich viele Gespräche mit Jesus. … Ich hörte immer wieder seine Stimme, die mir sagte: 'Da musst du durch, aber hab keine Angst, ich bin bei dir alle Tage.'» Nach nur fünf Wochen Klinikaufenthalt wird Victor Dambach wieder entlassen. Klärende Gespräche mit seiner Frau führen zur Versöhnung – und ihre Liebe zueinander wächst erneut und wird stärker denn je.

Heute ist Victors Leben mit dem Samen vergleichbar, der auf fruchtbaren Boden fällt. Das Gleichnis aus Lukas 8 endet mit den Worten: 'Bei anderen jedoch ist es wie mit der Saat, die auf guten Boden fällt. Mit aufrichtigem und bereitwilligem Herzen hören sie das Wort; sie halten daran fest, lassen sich nicht entmutigen und bringen Frucht.'

Victor Dambach ist glücklich: «Ich bin nun seit fünf Monaten frei – wirklich frei –, glücklich und zufrieden und freue mich auf jeden neuen Tag. Ich habe kein Verlangen mehr nach Alkohol und brauche auch keine Tabletten mehr. Die Schuldgefühle der Vergangenheit sind wie ausgelöscht und belasten mich nicht mehr. Es ist, als hätte ich ein neues Leben erhalten: Ich darf wieder neu beginnen. So ein wunderbares Wunder kann nur Jesus machen!»

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Datum: 22.12.2015
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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